Wiedereröffnung am 3. Mai

Nierendorfer Kirche in neuem Glanz

Renoviert: Chorraum und Altar von Sankt Petrus in Ketten, der Kirche von Nierendorf. FOTO: PANKOWSKI

Renoviert: Chorraum und Altar von Sankt Petrus in Ketten, der Kirche von Nierendorf.

NIERENDORF. Bürger beteiligten sich mit Spenden in Höhe von 75000 Euro an den Renovierungskosten.

Es ist vollbracht. Nach 13 Monaten umfangreicher Sanierungsarbeiten erstrahlt die Nierendorfer Kirche Sankt Petrus in Ketten im neuen Glanz. Der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde Leimersdorf und der Pfarrgemeinderat möchten die Wiedereröffnung der Nierendorfer Kirche am Sonntag, 3. Mai, mit einem großen Dorffest feiern. Ab elf Uhr findet ein Festgottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Alexander Burg statt. Die Predigt hält Monsignore Michael Bollig aus Lantershofen. Der Kirchenchor Leimersdorf und der Jugendchor Rainbow werden den Gottesdienst musikalisch gestalten. Danach wird in der alten Schule und im Festzelt auf deren Hof gefeiert.

Aus gutem Grund. Denn die Sanierung war umfangreich. Nachdem statische Probleme durch den Einbau von Ankern behoben worden waren, wurden zunächst die Wände per Sandstrahler gereinigt. Risse wurden verschlossen, die Innenraumbemalung an Kapitellen und Pfeilerschäften nach Vorlage alter Bilder und nach Vorgabe des Bistums Trier gestaltet. Auch wurde der Stein- und Holzboden restauriert, die Orgel saniert, Portal und Sitzbänke aufgearbeitet, berichtet Silke Olesen für die Pfarrgemeinde. Für den Sommer sei zusätzlich noch der Einbau einer neuen Heizung geplant.

Insgesamt beliefen sich die Kosten für die Renovierung auf rund 250 000 Euro. 75 000 Euro wurden allein durch Spenden aufgebracht, 90 000 Euro kamen vom Bistum Trier. Die Räum- und Reinigungsarbeiten wurden von Bürgern in Eigenleistung in rund 300 Arbeitsstunden erbracht. Die Sankt Sebastianus-Bruderschaft unterstützt die Kirche aktuell bei der Gestaltung der Außenanlage.

In der Weihnachtsmesse 2013 hatte Pfarrer Alexander Burg bekannt gegeben, dass 2014 mit den dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der Kirche begonnen werde. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele Spenden für dieses Projekt zurückgelegt worden, und nachdem auch der Verkauf des Pfarrhauses erfolgt war, hatte Trier grünes Licht gegeben. Der Erhalt der Kirche als Mittelpunkt des Ortes war und ist Herzensangelegenheit der Nierendorfer. Denn der Bau der Kirche wie auch des Pfarrhauses wurde laut Nierendorfer Chronik in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts erst durch "die freiwilligen Beiträge, Geschenke, den persönlichen Arbeitseinsatz der Nierendorfer Bürger und durch Spenden auswärtiger Wohltäter ermöglicht". Dafür hatte Lehrer Franz Ellerbrock extra einen Kirchenbauverein gegründet.

Das Engagement ist bis heute groß. So beteiligen sich denn auch alle Ortsvereine von den Möhnen bis zur Feuerwehr am Dorffest. Der Heimat- und Bürgerverein hat anlässlich der Renovierung zwei Postkarten herausgebracht. Diese gibt's beim Dorffest für je zwei Euro zugunsten der Kirchenrenovierung. Eine Karte zeigt ein altes Motiv, das anlässlich der Einweihung der Kirche im September 1899 ebenfalls auf einer Postkarte herausgegeben wurde. Die zweite Karte zeigt den Innenraum der renovierten Kirche. Die Fotos wurden vom heimischen Metallbildhauer Friedhelm Pankowski zur Verfügung gestellt, der auch die Kerzenhalterung am Marienaltar restauriert. Die Gestaltung der Karten übernahm Silke Olesen. Des Weiteren plant der Ortsbeirat um Ortsvorsteher Josef Braun, eine Gedenktafel an der Kirche anbringen zu lassen, die an die ehemaligen Pfarrer erinnern soll.