Pfarrkirche Sankt Petrus

Niederdorfer Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Festgottesdienst: Pfarrer Alexander Burg spricht zu den Gläubigen. FOTO: MARTIN GAUSMANN

Festgottesdienst: Pfarrer Alexander Burg spricht zu den Gläubigen. FOTO: MARTIN GAUSMANN

GRAFSCHAFT. Nach 13 Monaten umfangreicher Sanierungsarbeiten erstrahlt die Nierendorfer Pfarrkirche Sankt Petrus in Ketten in neuem Glanz, davon überzeugten sich zahlreiche Katholiken beim feierlichen Wiedereröffnungsgottesdienst im übervollen Gotteshaus.

Pfarrer Alexander Burg gestaltete die heilige Messe mit den beiden Konzelebranten Regens Michael Bollig vom Studienhaus Sankt Lambert in Lantershofen und Pfarrer Alois Dreser aus Nachtsheim. Außerdem dabei: vier Priesteramtskandidaten aus dem Studienhaus. So wurde das gelungene Werk gebührend gefeiert. Der Kirchenchor Sankt Stephanus Leimersdorf/Ringen und der Jugendchor Rainbow gestalteten den kurzweiligen Gottesdienst musikalisch mit.

Pfarrer Burg wies darauf hin, dass mittlerweile auch die Genehmigung für die Dachsanierung und die Malerarbeiten an der Außenfassade der Kirche in Leimersdorf vorliege, so dass nach Abschluss dieser Arbeiten voraussichtlich im kommenden Jahr in der Pfarrei Leimersdorf-Nierendorf/Oeverich "innen und außen alles wieder schön" sei. "Das heißt aber nicht, dass die Kirche jetzt geschont werden muss - ganz im Gegenteil, je mehr sie genutzt wird, desto besser", bemerkte Regens Bollig in seiner Predigt. Pfarrer Burg vergaß auch nicht, den zahlreichen Helfern zu danken, allen voran Johannes Assenmacher, der das Vorhaben schon seit Jahren unermüdlich vorangebracht habe. Er begrüßte auch den Regionalingenieur des Bistums Trier, Thomas von der Stein - "der ist nicht wegen mir gekommen, sondern wegen Johannes Assenmacher", schmunzelte Burg.

 Das ganze Dorf mit all seinen Vereinen habe tatkräftig mit angepackt und allein für die Umräum- und Reinigungsarbeiten rund 300 Arbeitsstunden erbracht. Gespendet wurde auch fleißig, so seien insgesamt 75.000 Euro zusammengekommen. Das Bistum gab 90.000 Euro als Zuschuss zu den Gesamtkosten in Höhe von rund 250.000 Euro.

Den Rest muss die Kirchengemeinde noch aufbringen, deshalb sind Spenden auch weiter gerne gesehen. Zumal im Sommer auch noch eine neue Heizung eingebaut werden soll und auch die Sakristei dringend einer Renovierung bedürfe. Die Sankt-Sebastianus-Bruderschaft unterstützt die Kirche bei der Gestaltung der Außenanlage, pünktlich zur Einweihung wurde der Außenbereich neu gepflastert. Die Bruderschaft unter ihrem Vorsitzenden Hans-Peter Moog investierte dafür noch einmal 5000 Euro und jede Menge Arbeitszeit.

Der Heimat- und Bürgerverein Nierendorf verkauft anlässlich der Renovierung zwei Postkarten in limitierter Auflage zugunsten der Kirche, die den Vereinsmitgliedern nach dem Gottesdienst förmlich aus den Händen gerissen wurden. Die Kerzenhalterung am Marienaltar hatte der Nierendorfer Metallbildhauer Friedhelm Pankowski restauriert. Der Ortsbeirat möchte zudem eine Gedenktafel an der Kirche anbringen, die an die ehemaligen Nierendorfer Pfarrer erinnern soll.

Im Anschluss an die Messe feierte das ganze Dorf in der Alten Schule und im großen Festzelt. Dabei engagierten sich praktisch alle Vereine des Dorfes, etwa der Backesverein, die Freiwillige Feuerwehr, der Heimat- und Bürgerverein Nierendorf, die Junggesellen, die Möhnen und die Sankt-Sebastianus-Bruderschaft. "Das zeigt eindrucksvoll, dass das ganze Dorf dahinter steht", freute sich Burg.

Nachdem statische Probleme durch Einbau von Ankern behoben worden waren, wurden die Wände mit Eis- und Sandstrahlen gereinigt. Danach wurden Risse verschlossen und die Innenraumbemalung, vor allem an den Kapitellen und Pfeilerschäften, nach Vorlage alter Bilder und nach Vorgabe des Bistums Trier gestaltet. Dazu wurden der Stein- und Holzboden restauriert, die Orgel saniert, die Eingangstür restauriert und die Sitzbänke aufgearbeitet.