Gäste aus der Normandie in der Grafschaft

Grafschafter begrüßen Besucher aus Terres-de-Caux

Die „Tour de Grafschaft“ führte die kommunalen Vertreter aus Terres-de-Caux auch zum Grafschafter Bauhof.

Die „Tour de Grafschaft“ führte die kommunalen Vertreter aus Terres-de-Caux auch zum Grafschafter Bauhof.

GRAFSCHAFT. „Tour de Grafschaft“: Mitglieder des Partnerschaftsvereins und eine kommunale Delegation aus dem französischen Terres-de-Caux waren vier Tage zu Gast bei ihren Freunden in der Grafschaft.

Ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft standen die vier Tage auf der Grafschaft, an denen aus der Partnergemeinde Terres-de-Caux die Freunde des Partnerschaftsvereins aus der Normandie zum jährlichen Bürgeraustausch angereist waren. Darüber hinaus besuchte auch eine Delegation kommunaler Vertreter – bestehend aus Gemeindebürgermeister Jean-Marc Vasse und Mitarbeitern sowie Beigeordneten und Ortsbürgermeistern – die Grafschaft.

Die frühere Partnergemeinde Fauville-en-Caux hatte sich Anfang 2017 mit sechs weiteren, deutlich kleineren Nachbarorten zu einem Gemeindeverbund zusammengeschlossen. Der Name dieser neuen Gemeinde lautet Terres-de-Caux. Sie zählt auf einer Fläche von rund 38 Quadratkilometern rund 4000 Einwohner. Zum Vergleich: In der Grafschaft leben auf einer Fläche von knapp 58 Quadratkilometern rund 11 000 Menschen.

Bereits im Vorjahr wurde beim Grafschafter Besuch in Terres-de-Caux das Fortbestehen der mittlerweile fast 40-jährigen Partnerschaft mit der erweiterten Gemeinde feierlich beurkundet. Beim gemeinsamen Festabend im Ringener Bürgerhaus unterzeichnete man nun eine weitere Urkunde, die das neue Wappen von Terres-de-Caux trägt. Bürgermeister Vasse betonte bei dieser Gelegenheit, dass man sich bei der erfolgten Strukturreform die Grafschaft zum Vorbild genommen habe und die neue Gesamtgemeinde nun ähnlich wie die Grafschaft aufgebaut sei. Diese Entscheidung habe sich laut Vasse als gut und richtig erwiesen.

Individuelle Ausflüge in die Region

Bei der Ankunft wurden die Gäste vom Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Wilhelm Beckmann, zusammen mit den Gastfamilien im Rathaus begrüßt. Schnell waren die Gastgeber und Gäste gegenseitig vorgestellt, zumal sich viele Familien schon von früheren Besuchen kannten. Bei der gemeinsamen Tagestour in Köln lernten die französischen Gäste und ihre deutschen Begleiter die Domstadt auf vielfältige Weise kennen. Den nächsten Tag gestalteten die Gastfamilien mit individuellen Ausflügen in die Region.

Während der französische Partnerschaftsverein am nächsten Morgen nach einer tränenreichen Verabschiedung wieder abgereist war, brachen die kommunalen Vertreter beider Gemeinden unter der Leitung von Bürgermeister Achim Juchem zu einer „Tour de Grafschaft“ auf. Auf dem Programm standen verschiedene Infrastruktureinrichtungen der Gemeinde, wie zum Beispiel der Bauhof, der Kita- und Schulstandort Ringen mit Mensa oder das Regenrückhaltebecken in Nierendorf sowie er neue Winzerverein in Lantershofen. Weiterhin wurden auch private Einrichtungen und Firmen besichtigt, wie beispielsweise das Weingut Brogsitter in Gelsdorf, die Firma Frutania im Innovationspark oder das Studienhaus Sankt Lambert und die Eifel-Destillerie in Lantershofen. Dank professioneller Übersetzung durch Victoria Dresen aus Ringen erfolgte an allen Stationen ein reger Austausch.

Der nächste Tag führte in die Region. Begleitet durch den Ersten Beigeordneten, Michael Schneider, ging es am Rhein entlang zum Konrad-Adenauer-Haus nach Rhöndorf sowie zum Mittagessen in den herbstlichen Ahrtaler Weinbergen, in die Dokumentationsstätte Regierungsbunker sowie an den an diesem Tag mit einer feinen Schneeschicht bedeckten Nürburgring. Mit unzähligen Fotos und Eindrücken im Gepäck trat die kommunale Delegation dann die Heimreise in die Normandie an – nicht ohne vorher die herzliche Einladung zum Gegenbesuch im kommenden Jahr auszusprechen. Beide Bürgermeister waren sich einig, die bestehende deutsch-französische Partnerschaft auch in der Zukunft freundschaftlich mit Leben zu füllen.