Ahrweiler Freiheitswochen

Toleranz in bewegten Bildern

Beim Schülerwettbewerb zu den Freiheitswochen zeichnen Horst Gies (l.) und Ghazel Wahisi (r.) ein Team vom Calvarienberg aus.

Beim Schülerwettbewerb zu den Freiheitswochen zeichnen Horst Gies (l.) und Ghazel Wahisi (r.) ein Team vom Calvarienberg aus.

BAD NEUENAHR. Zum Abschluss der Ahrweiler Freiheitswochen erhalten verschiedene Schulen Preise. Thema des Schulwettbewerbes waren die Begriffe Freiheit und Toleranz.

Am letzten Tag der Ahrweiler Freiheitswochen standen die im Mittelpunkt, für die die Veranstaltungen in ganz besonderem Maße gemacht sind: Schülerinnen und Schüler. Wie im vergangenen Jahr hatte es auch dieses Mal einen Wettbewerb gegeben, an dem von den 17 weiterführenden Schulen des Kreises Ahrweiler immerhin acht mit mehr oder weniger großen Gruppen teilgenommen haben. Übergeordnetes Wettbewerbsthema waren dabei die Begriffe „Freiheit und Toleranz.“ Untergliedert war der Wettbewerb in differenzierte Themenstellungen. Für die Klassen 8 bis 10 lautete das Thema „Private Initiativen – Ein Schlüssel zur Integration?“ Die Klassen 11 bis 13 sollten sich mit „Reform der Gesellschaft – Zeit für Veränderungen“ auseinandersetzen.

Einen mit 300 Euro dotierten ersten Preis gab es für die Brohltalschule aus Niederzissen. Dort waren verschiedene Bilder und andere Kunstwerke entstanden, die sich in erster Linie mit der Integration auseinandersetzten. Mit dem Heimat- und Kulturverein als Partner gelang es den Schülern, den Kontakt mit Flüchtlingen an der Schule aufzubauen und zu intensivieren. Ein Baum mit verschiedenen Brillen, mal gespiegelt, mal mit ganz kleinem Blickfeld, forderte zum Thema der Arbeit auf, die lautete: „Den Blick weiten.“ Einen zweiten Preis erhielt die Klasse 10 b der Boeselager-Realschule aus Ahrweiler. Dort hatte man sich intensiv mit der gelungenen Integration von Eritreern in Waldorf auseinandergesetzt, den Ort und die Menschen besucht, Gemeinsames erlebt und dokumentiert. „Viel wichtiger, als der Preis ist die Erfahrung, die wir gemacht haben“, so einer der Zehntklässler, deren so entstandenes Video mit 200 Euro honoriert wurde.

Den ersten Preis unter den Gymnasiasten gewann ein vierköpfiges Team vom Kalvarienberg. Dort hatten sich Pascal Könen, Hagen Bungert, Maximilian Münch und Alexandra Rieb überlegt, dem gestellten Thema Reformen mit der Form des Poetry Slam zu begegnen, weil dieser gerade junge Leute anspricht. So wurde auch mittels Musik eine Aussage von Martin Luther King unterlegt, entstanden ist dabei ein kurzer Rap.

Tolle Kameraführung und ein guter Schnitt bescherten den Jugendlichen nicht nur einen tollen Kurzfilm, sondern auch 300 Euro. Platz zwei ging ebenfalls an ein Video. Das hatten Leonie Demand und Florian Felderhoff aus der elften Klasse des Peter-Joerres-Gymnasiums erstellt. Kernaussage und Botschaft dieses unter dem Titel „Freiheit und Toleranz“ erstellten Stücks war am Ende die Aufforderung „Toleranz ist, was Du draus machst. Mach was draus.“

Im Rahmen der Matinee sorgte zunächst der Kinderchor der „Zessener (B)engel“ aus dem Brohltal für den musikalischen Rahmen und entführte das Publikum musikalisch ins Li-La-Laune-Land. Später waren es die jungen Menschen des Projekts „Musical for you“, die mit ihren brillant vorgetragenen Liedern begeisterten.