Landschaftsarchitekten in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Drohnenbilder für Landesgartenschau 2022

Bad Neuenahr-Ahrweiler von oben.

Bad Neuenahr-Ahrweiler von oben.

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Wettbewerb zur Realisierung der Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist europaweit ausgeschrieben. Damit sich die Landschaftsarchitekten ein Bild von der Stadt machen können, wurden Bilder mit einer Drohne gemacht.

Auch wenn es ihr Metier ist: Es ist für Landschaftsarchitekten aus Frankreich, Italien oder Schweden sicher nicht einfach, für eine Stadt, die sie nicht kennen, ein Ausstellungskonzept für eine Landesgartenschau zu erstellen. Wie machen sich Gartengestalter aus der Europäischen Union – im Amtsblatt der EU wurde der „Freiraumplanerische Realisierungswettbewerb mit dem Ideenteil Landesgartenschau 2022 Bad Neuenahr-Ahrweiler“ ausgelobt – ein Bild von der Stadt an der Ahr?

Beim wichtigen Blick von oben auf die Materie hilft ihnen die Arbeit des Bad Neuenahrer Fotografen Dominik Ketz. Ergänzend zu den zeichnerischen Plangrundlagen wurde er von der Durchführungsgesellschaft unter der Regie von Geschäftsführer Jens Heckenbach beauftragt, in die Luft zu gehen. Mit seiner Drohne erstellte er Schrägluftaufnahmen von dem Landesgartenschau-Areal zwischen der A 61-Brücke und dem Kloster Calvarienberg. Schrägbilder mit einer Kameraneigung bis zu 60 Grad dienen der Fernerkundung; es können auch 3 D-Bilder erzeugt werden.

Die Aufnahmen erlauben es den Landschaftsarchitekten, die am EU-weiten Wettbewerb teilnehmen und bis 20. Februar 2018 ihre Beiträge einreichen können (siehe Infokasten), sich schnell ein Bild vom „gelebten“ Gelände im Herzen der Kreisstadt zu machen. Mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt ist nun also eine grundlegende planerische Etappe angelaufen. „Ziel des Verfahrens ist die Umsetzung der Daueranlagen und die Erstellung eines Ausstellungskonzepts“, so Thomas Schwager-Guillemenet, der als Technischer Geschäftsführer für Planung und Bau des Gartenschaugeländes zuständig ist. Er weist darauf hin, dass die teilnehmenden Teams aus Landschaftsarchitekten am 12. Dezember eingeladen sind, sich vor Ort zu informieren. „Die Wettbewerbsteilnehmer können das vorgesehene Gelände besichtigen und bei einem Kolloquium Antworten auf ihre Fragen erhalten“, so Schwager-Guillemenet.

Seit Mai laufen die Vorarbeiten zum Wettbewerb

Dem Wettbewerb vorausgegangen waren intensive Vorarbeiten. Im Mai wurde als wichtiger Schritt die städtische Durchführungsgesellschaft unter Beteiligung der Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland-Pfalz gegründet. Seit dem Frühjahr fanden wöchentlich Koordinationstermine zwischen städtischen Fachabteilungen und der Landesgartenschau-Gesellschaft statt. Dort wurden insbesondere Fragen zur exakten Flächenabgrenzung und -nachnutzung sowie städtebauliche Zielstellungen im Hinblick auf den Wettbewerb abgestimmt.

Bei der Erstellung der Auslobungsunterlagen wurden neben technischen und vergaberechtlichen Aspekten auch Anregungen der Preisrichter und Vertreter der grünen Berufsverbände einbezogen. So fand am 21. September eine erste Besprechung und Besichtigung des Geländes im Kreis der Wettbewerbsjury statt. „Der aus Stuttgart angereiste und gartenschauerfahrene Landschaftsarchitekt Dieter Pfrommer lobte dabei die gute Vorbereitung und das Potenzial der Bewerbung der Stadt“, betonte Heckenbach. Der Stadtrat gab dann am 25. September grünes Licht für die Veröffentlichung des Gartenschau-Wettbewerbs.