Laga 2022

Bad Neuenahr-Ahrweiler kürt Maskottchen für Landesgartenschau

BAD NEUENAHR. Eine Jury entscheidet sich aus 317 Vorschlägen für das Wasserwesen von Sandra Otto. Präsentation im Kurpark.

„Darf ich mich vorstellen: Ich bin 'Ahrvin', das Maskottchen der Landesgartenschau (Laga) 2022. Ich bin ein Wasserwesen und lebe in der Ahr. Ich spende Kraft, Freude und Lebensenergie, mit mir blüht das Leben auf.“ So stellte Jens Heckenbach als Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH am Sonntagnachmittag bei drückender Schwüle im Kurpark vielen neugierigen Besuchern das Sieger-Maskottchen vor.

Geschaffen wurde „Ahrvin“ von Sandra Otto, die neben einer Urkunde und einem Blumenstrauß auch einen Scheck in Höhe von 1500 Euro entgegennehmen konnte. Ahrvin wird zukünftig Veranstaltungen besuchen, um auf die Stadt und die Landesgartenschau in vier Jahren aufmerksam zu machen.

„Maskottchen sind Glücksbringer, Erkennungszeichen für Marken, sind Sympathieträger, stehen für die gesamte Region und sollen lange im Gedächtnis bleiben“, leitete der Erste Beigeordnete der Stadt, Detlev Koch, der mit Heckenbach und Geschäftsführer Thomas Schwager-Guillemenet, zur elfköpfigen Jury gehörte, zur Siegerehrung über.

Der Name des Siegers Ahrvin stammt von Petra Schneider und Thomas Schauff (je 250 Euro). Zweitplatzierte mit Schmetterling „Florivin“ wurde Sarah Schmithülsen (1000 Euro), den dritten Platz sicherte sich Saskia Welter mit der Elfe „Dahrlia“ (500 Euro). „In Anlehnung an die Dahlie, die eine lange Tradition mit eigenen Sorten wie 'Rudolf-Weltken-Dahlie' in Bad Neuenahr hat“, erklärte Heckenbach den Gästen.

Auch Anneliese Ronge, mit 95 Jahren älteste Teilnehmerin, erhielt von Assistentin Ellen Tappe einen Blumenstrauß. Sie hatte ein Gedicht eingereicht, „das einem Arbeitspapier für die Jury gleichkam“, so Heckenbach. „Ich wäre dann 99 Jahre und würde die Laga noch gerne erleben“, hatte die Bewohnerin des Wohnstiftes Augustinum geschrieben.

Kinder, die einen Entwurf eingereicht haben – der jüngste Teilnehmer war sieben – erhielten eine Twin-Eintrittskarte. Alle Erwachsenen, die mitgemacht habe, bekamen eine Eintrittskarte für die Lebensart-Messe im Kurpark sowie „Ahrvin“-Aufkleber und -Postkarten. Diese fanden nach der Preisverleihung im Park reißenden Absatz. Die Resonanz aus der Bevölkerung auf den Aufruf war enorm. 317 Vorschläge gingen bei der Gesellschaft ein. „Davon natürlich das Gros aus dem Stadtgebiet, aber auch aus Sinzig, der Grafschaft, Altenahr und Remagen sowie eine Idee von einem Berliner, der hier zu Gast war“, so Ellen Tappe, die sich seit Monaten mit dem Maskottchen intensiv beschäftigt hatte. „Die Einwohner haben ihre Kreativität und ihren Ideenreichtum bewiesen. Es sind fantastische Zeichnungen, entzückende Namen und euphorische Beschreibungstexte eingereicht worden“, betonte Heckenbach. Alle drei Siegerinnen kommen aus dem Stadtgebiet.

Die Jury hat in einem zweistufigen Verfahren alle 317 Bilder gesichtet und bewertet – eine nicht einfache und zeitaufwendige Aufgabe. Als kleine Entscheidungshilfe wurden Fragen wie „Verkörpert das Maskottchen die Region? Passt es zur Laga? Wie klingt der Name und bleibt er im Gedächtnis? Wie viel Kreativität liegt in dem Vorschlag? Ist es kinderfreundlich?“ gestellt. Übrig blieben für die zweite Runde 73 Entwürfe, die auch im Park bewundert werden konnten.

Am Ende kam die Jury zu einem eindeutigen Ergebnis, auf deren Wunsch allerdings Kleinigkeiten im Gewinner-Entwurf überarbeitet und verändert wurden: Das Mantelinnenfutter stellt die Maserung eines Weinblattes und somit die Weinbauregion dar. Der Stab wird durch den Flusslauf und die Traube ergänzt. Um ein Walkact-Kostüm herstellen lassen zu können, mussten kleine Details im Aufbau verändert werden.