CD-Präsentation in der ehemaligen Ahrweiler Synagoge

„Lied der Gauklerblumennacht“

Horst Saul (rechts) und Gisbert Stenz präsentierten in der ehemaligen Synagoge ihre CD. GAUSMANN

Horst Saul (rechts) und Gisbert Stenz präsentierten in der ehemaligen Synagoge ihre CD. GAUSMANN

AHRWEILER. Der Musiker Gisbert Stenz und der Lyriker Horst Saul präsentierten in der ehemaligen Synagoge Ahrweiler ihre neue CD-Produktion „Das Lied der Gauklerblumennacht“.

Beide in Ahrweiler ansässigen Künstler haben bereits mit ihrer Premieren-CD „Du hast mein Lied im Rosenbeet versteckt“ die Kraft der Lyrik und die Magie der Musik bewiesen. Zum Konzert in Ahrweiler mit der Vorstellung der CD "Lied der Gauklerblumennacht" traten neben Saul (Rezitation) und Stenz (Klavier) die Sopranistin Alexandra Tschida und die Querflötistin Britta Bauer auf.

„Es ist kein Konzertabend, sondern eine CD-Präsentation. Und ich bitte Sie, mitzugehen auf eine Meditationsreise mit lyrischen Texten und dazu passender Musik“, so Stenz in seinen Begrüßungsworten. Nach den Liedbeiträgen erklärte er seine Kompositionsintention. Zu dem provenzalischen Liebeslied „Dein Haar ist Rosmarinwind“ betonte Stenz das Umsetzen des Herzschlages verliebter Menschen in Musik. Im Gedicht „Unverborgenheit“ „kritzeln“ Bienen in ihrem Flug Figuren in die Luft und ein Wirbeltanz kommt dynamisch musikalisch zu Gehör.

Das Gedicht „Sehnsucht“ setzte Britta Bauer virtuos mit einer Flötenimprovisation um. Stenz interpretierte das Stück wie die musikalische Umsetzung eines Frühlingswindes und das Spielen eines Hirten auf einer Schalmei. Krönender Höhepunkt der Präsentation war das Kirchenlied „Freunde an Gott“, Dutzende Stimmen im Publikum ließen die Worte „Gib uns die Freude an Dir, gib uns die Freude an uns, denn wir sind Liebende Deiner Erde“ kraftvoll wirken.

Auf der CD „Das Lied der Gauklerblumennacht“ mit sechs Texten und 15 Liedern sind außerdem Maria Höllig und Britta Malpricht-Varga als Sängerinnen und die Cäcilienchöre Heimersheim unter der Leitung von Chorleiterin und Pianistin Ekatarina Londarenko zu hören. Die Texte der Lieder stammen aus verschiedenen Gedichtbänden des Arztes, Bildhauers, Rosenzüchters und Lyrikers Horst Saul. Der Mundartexperte, Pädagoge und Musiker Gisbert Stenz, sein Sohn Markus ist ein weltweit gefragter Dirigent, vertonte diese Gedichte.

Eineinhalb Jahre hat die CD-Produktion mit den insgesamt 21 Werken gedauert, denn einige der Musiker wie Britta Bauer (Mozarteum Salzburg) und Britta Malpricht-Varga (Wien, Österreich) leben und arbeiten im Ausland. Produziert wurde die CD in den Toca-Records-Studios von Winfried „Winni“ Schuld in Sinzig. Die Grafikarbeit lag in den Händen des Illustrators Stephan Glöckner. Die CD „Lied der Gauklerblumennacht“ ist ab sofort in der Buchhaltung am Ahrtor in Ahrweiler und in der Are-Buchhandlung in Bad Neuenahr für 18 Euro erhältlich.