Heimersheimer Feuerwehr

Nachwuchsmangel kennt die Wehr nicht

Bergungsarbeiten demonstrierte die Feuerwehr in Hemmessen beim Tag der offenen Tür rund um das Gerätehaus.

HEIMERSHEIM. Rund um das Hemmessener Gerätehaus dominierte Technik, Unterhaltung und Frohsinn. Über mangelnde Beschäftigung müssen sich die 33 Kameraden der Heimersheimer Wehr, von denen fünf weiblich sind, wahrlich nicht beklagen.

"Im Schnitt müssen wir einmal pro Woche raus", so Marcus Schäfer, der als Stellvertreter seinem Löschzugführer Hans-Peter Blumenberg zur Seite steht. Seit dem Jahr 2012, als der kreisstädtische Einsatzleitwagen ELW1 in Heimersheim stationiert wurde, haben die Einsatzzahlen noch einmal zugenommen. Am vergangenen Wochenende gab es einen extrem langen, dafür aber auch sehr schönen Einsatz, nämlich den beim Heimersheimer Feuerwehrfest. Dort hieß es einmal nicht "löschen, bergen oder helfen", sondern "zapfen, grillen und Spaß haben." Samstag und Sonntag wurde rund ums Gerätehaus gefeiert. Und da die Heimersheimer in Scharen kamen, um mitzufeiern, gab es bei den Mitgliedern der Wehr nur zufriedene Gesichter. Über den ganzen Platz duftete der Spießbraten, der sich am Feuer drehte und der so manch hungrigen Magen füllte. Ein frisch gezapftes Bier dazu und man konnte bei frühsommerlichem Wetter herrlich die Seele baumeln lassen.

Dazu gab es an beiden Tagen "volles Programm." Samstagabend wartete Andreas Hoss am Mikrofon gesanglich auf und ließ vor allen Dingen die 90er Jahre hochleben. Im und vor dem Feuerwehrhaus gab es viel Beifall. Sonntag waren dann die Blasmusiker aus Niederheckenbach im Einsatz, um beim Frühschoppen für zünftige Musik zu sorgen. Den Gästen, darunter auch Wehrkameraden aus beinahe allen weiteren kreisstädtischen Wehren, gefiel es.

Sonntagnachmittag spendierte die Wehr ihren Gästen dann Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, viele bedankten sich mit einer Spende. Derweil konnten sich die jüngsten Festgäste nach Herzenslust austoben. Ein Bobbycar-Parcours lockte ebenso, wie Torwand und Hüpfburg. Technisch interessierten Besuchern standen die Feuerwehrautos zur Besichtigung offen.

Im Laufe des Nachmittags stellten die Wehrleute dann noch ihr Können unter Beweis. Aus dem Anforderungsprofil der Übungen zum Feuerwehrabzeichen demonstrierten sie eine Brandschutzübung, wobei es unter Pressluftatmung durch einen Tunnel ging. Zudem galt es noch, eine unter dem Arbeitsgerät eines Traktors eingeklemmte Person aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Von Seiten der Zuschauer gab es Beifall für die teilweise noch recht jungen Wehrleute. Denn ganz anders, als bei vielen Wehren im Land, beklagt man in Heimersheim keinerlei Nachwuchsprobleme.