Zugausfälle bei der Voreifelbahn sorgen weiter für Ärger

RHEIN-SIEG-KREIS. Auf der Strecke Bonn-Euskirchen (RB 23) gab es zum Jahreswechsel und in der ersten Woche des Jahres erneut Störungen.

Nachdem sich der Betrieb vor Weihnachten normalisiert hatte, kam es nun erneut zu größeren Verspätungen und Zugausfällen. Ursache war dabei allerdings nicht nur das Elektronische Stellwerk in Euskirchen, das im September in Betrieb ging und sich als störanfällig erwies.

Ein besonders schlimmer "Chaostag", so GA-Leser Friedrich Koßwig aus Odendorf, sei der 30. Dezember gewesen. Bahnsprecher Jürgen Kugelmann bestätigte auf Anfrage, dass wegen einer Weichenstörung an diesem Tag 22 Züge ausfielen. Aus dem selben Grund fielen am Montag drei Züge aus. Wegen eines technischen Schadens an einem Zug sei am Dienstag der Zwischentakt (Bonn-Rheinbach) am Nachmittag teilweise ausgefallen.

Am Mittwoch musste die Strecke zwischen Witterschlick und Meckenheim von 12.30 bis 14.30 Uhr wegen eines Personenunfalls gesperrt werden. Und am Donnerstag legte ein vom Sturm umgeknickter Baum von 9.45 bis 11 Uhr auf dem selben Abschnitt den Verkehr lahm. Für die Fahrgäste wurde ein Busnotverkehr eingerichtet.

Kritik gibt es weiter in Odendorf, wo der neue Außenbahnsteig - wie in Meckenheim - nur über den nächsten Bahnübergang zu erreichen ist. Nach wie vor würden Gleisänderungen nicht rechtzeitig kommuniziert, klagt Bahnkundin Elvira Zimmer: "Als ich kürzlich nach Bad Münstereifel wollte, habe ich den Zug auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig gerade mit letzter Kraft erreicht. Und dann endete er auch noch unvorhergesehen in Euskirchen."