Kampf gegen Kies

BORNHEIM. Bornheimer Bürger sollen in Köln protestieren. Mehr geht in Sachen Quarzkies erst mal nicht: Nachdem sich die Stadt Bornheim in zahlreichen Stellungnahmen zu Abgrabungen im Bereich Sonnenhof geäußert hat, sind laut Bürgermeister Wolfgang Henseler jetzt die Bornheimer Bürger am Zug.

Denn an den Stellungnahmen der Verwaltung könne nicht weiter gefeilt werden: Sie seien aktuell und werden voll inhaltlich in das Verfahren zur Regionalplanänderung eingebracht. Diskutiert wurde das Thema jetzt im Umweltausschuss.

Demnach lehnt die Stadt eine Konzentrationszone zum Abbau von hochreinen weißen Quarzkies im Bereich Sonnenhof ab und begrüßt deshalb, dass der Standort wegen der geringen Lagerstättenqualität, des hohen Flächenverbrauchs und des erheblichen Eingriffs in das Landschaftsbild als Abbauflächen und Reservegebiet ausgeschlossen wird.

In ihrem jüngsten Papier hat die Stadt nur einige "Richtigstellungen" zum aktuellen Verfahren deutlich gemacht. Bürgermeister Henseler warnte in dem Ausschuss davor, sich nicht am Verfahren zu beteiligen. Er empfahl den Bürgern, die gegen einen Quarzkiesabbau in Bornheim sind, ihre Bedenken in das Verfahren einzubringen. "Wir wollen die Natur und Landschaft am Sonnenhof erhalten und haben erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit, dort hochreinen Quarzkies gewinnen zu wollen", sagte er. Er sei auch zuversichtlich, dass die Fraktionen im Regionalrat den Sonnenhof freihalten. Es reiche nicht aus, dass der Landschaftsschutzverein für den Sonnenhof kämpft. Henseler fürchtet, dass es am Ende heiße, dass die Bornheimer Bürger nichts gegen einen Tagebau hätten, weil sie sich nur wenige am Verfahren beteiligten. Noch bis Donnerstag, 3. Februar, können die Bürger ihre Bedenken gegenüber der Bezirksregierung Köln äußern.