Deutsche Post

Moderne Zustellbasis in Auerberg geplant

So könnte es auch in Bonn aussehen: In der im Dezember eröffneten Zustellbasis in Braunschweig gelangen die Pakete über Kastenrutschen direkt zum richtigen Zusteller.

BONN. Die Deutsche Post plant den Bau eines neuen Logistikzentrums in Bonn. Im Gewerbegebiet im Bonner Norden soll an der Friedrich-Wöhler-Straße auf einem rund 16.000 Quadratmeter großen Areal eine der neuen mechanisierten Zustellbasen entstehen.

In deren Ausbau will die Post ihrem Sprecher Dieter Pietruck zufolge bis 2015 rund 750 Millionen Euro bundesweit investieren. Bonn wäre nach Braunschweig und Bochum die dritte Stadt. Die modernen Zustellbasen sollen jeweils als zweites Standbein neben den Paketzentren errichtet werden.

Näheres zu dem Bonner Projekt wollte Pietruck indes noch nicht sagen. "Wir haben von der Stadt Bonn bisher noch kein grünes Licht", erklärte er. Doch die hatte in der Sitzung des Unterausschusses Bauplanung von dem Vorhaben berichtet und erklärt, dass dem Projekt aus baurechtlicher Sicht nichts entgegenstehe.

Wie Bauordnungsamtsleiter Willy Dormagen mitteilte, ist auf der Industriebrache neben Hydro Aluminium der Bau einer 160 Meter langen und 45 Meter breiten Industriehalle mit Verwaltungs- und Sozialräumen geplant. Die neue Zustellbasis soll rund 130 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bieten. Sechs Lastwagen sollen täglich Pakete vom Paketzentrum Neuwied, von wo aus täglich 400 000 Pakete auf die Reise zu ihren Empfängern gehen, zur neuen Zustellbasis anliefern.

Sie werden dann dort in zwei Schichten auf jeweils 48 Sprinter umgeladen und zwar nicht mehr per Hand, wie an den beiden bisherigen Paketstationen in Beuel und an der Dorotheenstraße, sondern automatisch. Das beschleunige die Verteilaktion erheblich. "Über eine Verteilanlage werden die Paketsendungen automatisch dem entsprechenden Zusteller über Kastenrutschen zugeordnet", erklärte Pietruck.

"Vorher mussten unsere Mitarbeiter die Sendungen, die per Rollcontainer angeliefert wurden, mit der Hand aussortieren. Das fällt in den mechanischen Zustellbasen künftig weg." Pro Zusteller könnten maximal bis zu 200 Sendungen erfasst werden. "Mehr können sie an einem Tag nicht ausfahren."

Ziel der Post DHL sei es, Pakete in Zukunft so schnell wie einen Brief zustellen zu können. Der Paketmarkt wachse nicht zuletzt dank des boomenden Internethandels rasant. "Fast alle Internethändler lassen ihre Ware über den Paketdienst der Post zustellen", sagte Pietruck.