Siemens zahlt bis zu 500 Euro "Anti-Betreuungsgeld"

München.  Siemens macht dem Betreuungsgeld Konkurrenz: Mit einem Kinderbetreuungszuschuss von bis zu 500 Euro pro Monat will der Konzern seine Mitarbeiter ermuntern, nach der Geburt eines Kindes möglichst schnell wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren.
150 Euro monatlich soll das Betreuungsgeld maximal betragen - Siemens hält mit bis zu 500 Euro dagegen. Foto: Patrick Pleul Foto: DPA

Wegen der regen Nachfrage habe der Vorstand beschlossen, das seit zwei Jahren bestehende Angebot zu verlängern, teilte Siemens am Freitag in München mit.

Für Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, erhalten die Mitarbeiter einen allgemeinen Zuschuss von 100 Euro pro Monat für die Betreuungskosten außer Haus. Mitarbeiter in Elternzeit, die schon während der ersten 14 Lebensmonate des Kindes in Teilzeit wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, können sogar bis zu 500 Euro pro Kind und Monat für die Betreuungskosten erhalten.

Im vergangenen Jahr waren rund 13 000 Anträge auf den Kinderbetreuungszuschuss eingegangen. Siemens-Personalvorstand Brigitte Ederer wertet dies als Erfolg bei dem Bemühen, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. "Der steuerfreie Kinderbetreuungszuschuss ist hier neben unserem Angebot an betriebsnahen Kinderbetreuungsplätzen ein ganz wichtiger Baustein."

Trotz scharfer Kritik - auch aus der Wirtschaft - wird das Betreuungsgeld im kommenden Jahr eingeführt. Ab 1. August 2013 erhalten Eltern, die für ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr keinen Kita-Platz oder keine staatlich geförderte Tagesmutter in Anspruch nehmen, zunächst 100 Euro monatlich, ab 2014 dann 150 Euro.

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