Allianz-Vorstand: Banken nicht mehr auf Staatskosten retten

Berlin/München.  Banken sollten nach Ansicht von Allianz-Finanzvorstand Maximilian Zimmerer nicht auf Kosten der Steuerzahler gerettet werden. "Man sollte generell damit aufhören, Banken mit Staatsgeldern zu retten", sagte Zimmerer dem "Tagesspiegel" (Montag).
Die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB war eines der ersten deutschen Krisen-Institute. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv
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Die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB war eines der ersten deutschen Krisen-Institute. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv Foto: DPA

"Das ist nicht besonders gesund, und es ist dem Bürger auch schwer zu vermitteln." Die Institute sollten über so viel Kapital verfügen, dass sie sich selber tragen. Man müsse aber auch überlegen, was nötig sei, "um eventuell eine Bank auch mal abzuwickeln", so Zimmerer, der als Nachfolger von Paul Achleitner das Vorstandsressort seit Juli innehat. Achleitner war als Aufsichtsratschef zur Deutschen Bank gewechselt.

Eine Trennung von Investmentbanking und Privatkundengeschäft bei Großbanken hält der Allianz-Vorstand aber für nicht zwingend. Es gebe Synergien zwischen beiden Bereichen. Zudem brauche eine weltweit verflochtene und auf Export ausgelegte Wirtschaft Banken, die weltweit und breit aufgestellt seien. "Es ist wichtig für die deutsche Volkswirtschaft, dass es starke internationale deutsche Banken gibt", sagte Zimmerer dem Blatt weiter.

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