Islamischer Staat

Salafistenprediger Pierre Vogel auf Todesliste

Prediger Pierre Vogel

Pierre Vogel im Oktober 2014.

Bonn. In der neuesten Ausgabe des Internet-Propagandamagazins „Dabiq“ des Islamischen Staates hat die Terrormiliz eine Todesliste westlicher „muslimischer Führer“ veröffentlicht. Unter ihnen taucht auch der im Rheinland lebende Salafistenprediger Pierre Vogel auf.

In der neuesten Ausgabe des IS-Internetpropagandamagazins „Dabiq“ hat die Terrormiliz eine Todesliste westlicher „muslimischer Führer“ veröffentlicht, die aus ihrer Sicht „Abtrünnige“ sind und deswegen getötet werden sollen. Unter ihnen tauchen der im Rheinland lebende Salafistenprediger Pierre Vogel sowie weitere Prediger auf, die sich in ihrer Lehre zum Teil sehr unterscheiden.

Dazu gehören auch Anhänger der Muslimbruderschaft, wie das amerikanische Clarion-Projekt berichtet, das die internationale Dschihadistenszene beobachtet. Die Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Washington berichtet, es sei bemerkenswert, dass auch Muslimbrüder auf der Todesliste stünden. Schließlich leite sich die Ideologie des IS von der der Muslimbruderschaft ab. Dieser wird in der neuesten “Dabiq”-Ausgabe die Legitimität abgesprochen.

Auch Anhänger der salafistischen Lehre stehen auf der Todesliste, darunter eben Pierre Vogel, der sich öfter kritisch über den IS geäußert hat. Die Anschläge in Paris beispielsweise hatte Vogel als unislamisch bezeichnet. Vom Dschihadismus allgemein hat sich Vogel allerdings nicht distanziert.

Wie das Clarion-Projekt schreibt, enthält die Aufzählung sogar den Dschihadisten Abū Basīr at-Tartūsī.