Bilder zum Weltkatzentag

So süß sind die Katzen aus Bonn und der Region

Bonn. An diesem Mittwoch ist Weltkatzentag. Zu diesem Anlass erzählen GA-Mitarbeiter persönliche Geschichten über ihr Haustier. GA-Leser haben uns zudem dutzende Fotos ihrer süßen Vierbeiner geschickt.

Sie sind eingebildet und wunderschön, faul und egoistisch, verfressen und verspielt, elegant und brutal, lustig und gefährlich: Katzen. An diesem Mittwoch ist Weltkatzentag. Zu diesem Anlass erzählen GA-Mitarbeiter persönliche Geschichten über ein Haustier, das genau weiß, was es will – und was nicht. Zudem haben wir die zahlreichen Bilder der süßen Vierbeiner gesammelt, die uns zugeschickt wurden.

"Der Boss bin ich"

Meine Katze hieß "Katze", weil sie so spontan in mein Leben kam, dass eine ausführliche Namensfindung ausfiel. Aber Katzen sind auch quasi namenslos voller Persönlichkeit - was man vor allem zu spüren bekommt, wenn eine Katze etwas will, was ihr der Mensch verwehrt. Den bequemsten Stuhl, zum Beispiel. Meinen Stuhl, natürlich, was ich Katze resolut klar machte, indem ich sie von dort weg auf einen anderen Stuhl mir gegenüber setzte.

Katze tat erst einmal nichts. Sie saß da und guckte mich nur an. Ich guckte herrschaftlich zurück, nach dem Motto: Der Boss bin ich. Dann holte ich mir eine Tasse Kaffee. Ließ mich wieder auf meinem (!) Stuhl nieder. Katze starrte mich weiter nur an. Bis ich die Tasse zu den Lippen führte. Da machte sie einen Satz - und sprang exakt mit dem Kopf gegen die Tasse, so dass sich der komplette Inhalt über mein Kleid verteilte. So schnell, wie sie mich ansprang, so schnell war sie wieder weg - keine Chance, ihr ordentlich Bescheid zu geben. Ich ging mein Kleid säubern - und wer saß auf meinem Stuhl, als ich wiederkam? Mit selbstgefälligem Blick? Genau. 1:0 für Katze. (Helga Kaes)

Die Liebe ist eine Himmelsmacht

Eine Katze habe ich nicht. Aber einen Hund, Oscar, der sich in seinen ersten zwei Lebensjahren auch genau so verhielt wie ein Hund: Katze? GRRRRRRjaaaagen! Dann verliebte sich mein kleiner Kurzhaardackel. In eine stattliche Labradorhündin namens Nougat, die die Liebe auch erwiderte. Allerdings unter der Bedingung, dass mein Dackel ihre Mitbewohnerin akzeptieren lernte - eine Katze. Was soll ich sagen? Die Liebe ist eine Himmelsmacht, auch unter Tieren.

Oscar wahrte zwar Abstand, knurrte aber nicht, weil er ja Nougats Nähe nicht aufgeben wollte. Die Katze wusste sich ebenfalls vorbildlich zu verhalten (sie kannte ja die irritierend wedelnden Typen schon). Mittlerweile sind wir so weit, dass Oscar wedelt, sobald er die Katze sieht - weil: Dann ist Nougat nicht weit! Aber Oscar ist auch schon mal in Begleitung der Katze spazieren gegangen. Problem: Er denkt jetzt, alle Katzen seien Nougat-Katzen. Noch hat ihn zum Glück keine mit ausgefahrenen Krallen eines Besseren belehrt. (Tina Stommel)

 

Kennen Katzen Eifersucht?

Kennen Katzen Eifersucht? Ich glaube ja, wenngleich meine Erfahrungen nicht repräsentativ sind. Ich hatte in meinem Leben bislang erst eine Katze. Oder hatte sie mich? Die kleine Dame war pechschwarz, anschmiegsam, verspielt - aber auch kapriziös und kratzbürstig. Sie konnte Zuneigung vermitteln oder die Krallen ausfahren, man wusste nie, was als nächstes kam. Zurück zur Eifersucht.

Wenn Besuch da war und die Aufmerksamkeit ganz offensichtlich dem Gast galt, offenbarte dieses Exemplar von Felis silvestris catus besitzergreifende Impulse, machte akustisch und optisch auf sich aufmerksam und erwartete, dass ihr Mensch sich um sie kümmere. Nichtbeachtung wurde bestraft, im schlimmsten Fall mit einem Schuss Urin. Kennen Katzen Eifersucht? Ja. Wollen sie immer die Nummer eins sein? Und ob. (Dietmar Kanthak)

Stubentiger eroberte die Lufthoheit

Mäuse fangen? Das war unserer Katze irgendwann zu langweilig. Zwar lag das Nagerparadies auf der großen Wiese gleich nebenan, aber da tummelten sich eben auch sämtliche Nachbarsmiezen. Unsere Tabby verlegte sich lieber auf etwas Eigenes. Der Stubentiger eroberte die Lufthoheit, und zwar in der Dämmerung - er holte sich Fledermäuse.

Wir beobachteten mit zunehmendem Grausen, dass unsere Schmusekatze dabei ihre Jagdtechnik verfeinerte: In der Einflugschneise warten, im richtigen Moment hochspringen und die Fledermaus so zum Trudeln bringen, dass sie wenige Meter weiter vor der Hecke landen muss. Und zack. Leider mussten wir Tabby den Erfolg vermiesen, mit allen möglichen Tricks. Das hat sie nie verstanden. Blöder Naturschutz... (Andrea Giesbrecht-Schmitz)

Wenn Blicke töten könnten

"Der Mensch gibt mir Fressen, ich muss ein Gott sein": Dass Katzen - ganz anders als Hunde, die eher getreu dem Motto "Der Mensch gibt mir Fressen, er muss ein Gott sein" leben - genau so ticken, zeigt die Katze meines Elternhauses wann immer es geht. Schmeckt das Fressen nicht, gibt es einen bösen Blick. Und wenn Blicke töten könnten ... Sie wissen ja. Gut, dass man seinem Diener namens Mensch einen kleinen Giftpfeil schickt, wenn es nicht schmeckt - das mag man noch verstehen.

Nun hat unsere Katze aber eine besonders dreiste Angewohnheit: Das Futter kann noch so lecker sein, sobald der Boden des Fressnapfes auch nur vage durchschimmert, wird gestreikt. Und lautstark gemotzt. Und noch böser geschaut. Und das so lange, bis der Mensch endlich seinem Job nachkommt und den Napf des Gottes wieder füllt. Und wehe, er tut das nicht zeitig: Das Wort Verachtung wurde für solche Situationen erfunden. (Laszlo Scheuch)

Faul und träge

Eigentlich ist unser Kater Loki (6) faul und träge. Bei der aktuellen Hitze erst recht. Doch neulich brachte er eine Maus, lebend natürlich, mit nach Hause. Die Nachbarskinder, drei und vier Jahre alt, hatten ihn dabei beobachtetet und hockten plötzlich auf unserer Terrasse, um sich das morbide Schauspiel anzusehen. Sie waren fest davon überzeugt, dass der Stubentiger die Maus mit einem Happs verschlingen würde.

Doch schnell stellten sie fest, dass er nur mit ihr spielen wollte, indem er sie laufen ließ, um sie dann wieder einzufangen und mit den Pfoten von rechts nach links zu schubsen. Abrupt hörte Loki auf. Die Maus blieb auf dem Rücken liegen, hatte die Augen geschlossen und es zuckte noch zweimal durch ihren kleinen Körper. Dann war es vorbei. Vermutlich ein Infarkt. Die Kinder sagten unisono: "Jetzt ist sie mausetot!" (Anne Wildermann)

Die Rituale einer Katze

Motte liebte Rituale. Eines davon betraf das Bett, das sie großzügig mit mir teilte. Ging ich schlafen, ließ sie mir etwas Zeit. Dann verriet ihre eine etwas lang geratene Kralle auf dem Laminatboden ihr Nahen. Einmal rum ums Bett, von der anderen Seite drauf - in Krauldistanz. Motor angeworfen und den menschlichen Dosenöffner in den Halbschlaf geschnurrt.

War ich dann endlich eingeschlafen, suchte Motte sich eine ihr gemäße Schlafposition, was dann ziemlich regelmäßig dazu führte, dass ich beim Umdrehen mit dem Gesicht mitten in meiner schwarzen Katze landete. Motte duldete diese Annäherung huldvoll, bis ich mich wegdrehte. Territorialstreitigkeiten in ihrem Revier lag sie aus. (Bernward Klein)