NRW zieht Konsequenzen aus Afrikanischer Schweinepest

Ein Wildschwein, fotografiert in einem Gehege eines Wildparks.

Ein Wildschwein, fotografiert in einem Gehege eines Wildparks.

11.02.2018 Aus Angst vor einem Übergreifen der Afrikanischen Schweinepest haben Jäger in den vergangenen Wochen in Nordrhein-Westfalen deutlich mehr Wildschweine erlegt. Konkrete Zahlen lägen dem Jagdverband zwar noch nicht vor, die Abschusszahlen seien aber gestiegen, sagte Andreas Schneider vom Landesjagdverband NRW.

In der Debatte um die aus Osteuropa einziehende Schweinepest wird aus Sicht des Jagdverbands ein falscher Schwerpunkt gesetzt: "Es wird zu viel über die Jagd gesprochen. Die Gefahr kommt durch den Menschen."

Wildschweine könnten auch durch achtlos weggeworfene Essensreste an Raststätten oder auf dem Kompost im Garten erkranken. Kontaminierte Wurst könne auf diese Weise über weite Strecken aus betroffenen Ländern wie Tschechien oder Polen nach Deutschland gelangen. Die Ausbreitung von Tier-zu-Tier schreite eher langsam voran. (dpa)