Wurst-Kalender und vieles mehr

Diese verrückten Adventskalender werden angeboten

BONN. Ein Jungunternehmer aus dem Münsterland bietet jetzt einen Wurst-Adventskalender. Schon lange gibt es kaum etwas, das nicht in Adventskalendern angeboten wird.

Es gab einst Zeiten, da aß man Erdbeeren im Sommer und Grünkohl im Winter. Im Herbst gab es Kürbis und zur Weihnachtszeit Printen. Alles war jahreszeitlich wohlgeordnet. Das war, bevor vieles unübersichtlich wurde. Damals gab es Adventskalender erst zur Adventszeit.

Und es gab drei Daseinsformen dieser Spezies: Den Türchenkalender mit 24 Fotos, den Türchenkalender mit 24 billigen Schokoladenmotivplättchen. Am 6. Dezember in Form eines Nikolauses und zu Heiligabend als besonders großer Stern. Ganz ausgeflippt: Mancher Kalender war hinten aufklappbar, eine Kerze dahinter, und schon leuchteten die gefärbten Motive in der winterlichen Dunkelheit.

Last but not least gab es die Do-it-your-self-Variante mit 24 selbstbefüllbaren Säckchen. Da passte auch schon mal was Größeres rein. Irgendwann franste dieses Konzept aus.

Als erstes folgte der Playmobil-Adventskalender, dann kam anderes hinzu. Hochpreisige Pralinen für den anspruchsvollen Zeitgenossen, Kalender mit Parfümerie-Artikeln. Sogar Beate Uhse ließ geheime Türchen öffnen.

Jetzt geht ein Unternehmer aus dem Münsterland noch einen Schritt weiter und bietet einen Wurst-Adventskalender. Angeblich ist der Beutelinhalt so behandelt, dass er auch ungekühlt im ofenbeheizten Haus die Türchenöffnung abwarten kann. Aber wir warnen: Vorsicht mit hungrigen Haustieren!