Die 16 sattelfesten Profis des Bonn Jazz Orchesters

Oliver Pospiech (sitzend, Mitte) im Kreise seiner Mitmusiker. Das Bonn Jazz Orchester stellt sich am Sonntag der Öffentlichkeit vor.

Oliver Pospiech (sitzend, Mitte) im Kreise seiner Mitmusiker. Das Bonn Jazz Orchester stellt sich am Sonntag der Öffentlichkeit vor.

Ihr Debüt bestreiten die erfahrenen Musiker beim Big Band Festival im Forum der Bundeskunsthalle.

Bonn. Die Geburtsstunde schlägt zum Deutschlandfest. Ein würdiger Rahmen für den ersten Auftritt des Bonn Jazz Orchesters, das am Sonntag, 15 Uhr, im Forum der Bundeskunsthalle beim 3. Bundes Big Band Festival spielt. Bandleader Oliver Pospiech hat 15 in Bonn lebende Profis um sich geschart, darunter die Saxofonisten Shawn Spicer und Thomas Kimmerle, den WDR-Bigband-Posaunisten Dave Horler, den Trompeter Herwig Barthes und den Schlagzeuger Leif Battermann.

Eigentlich fast erstaunlich, dass die in Bonn lebenden Jazzer noch nicht früher zusammengefunden haben. Pospiech, der auch die Uni-Bigband leitet, erklärt das mit fehlenden Auftrittsmöglichkeiten für Jazz-Musiker. "Wir haben in Bonn keinen Club, in dem man sich regelmäßig treffen kann."

Eine offene Szene, wie sie in solchen Jazz-Clubs gepflegt wird, möchte das Bonn Jazz Orchester gleichwohl widerspiegeln. "Wir sind ein Pool von Musikern. Das ist keine Band, die nach außen dicht macht", sagt Pospiech.

Saxofonist Thomas Kimmerle meint, dass dieses Orchester ein "Aushängeschild für die Stadt Bonn" sein wird. Und Trompeter Herwig Barthes freut sich auf das extrem hohe Niveau seiner Mitmusiker. "Jetzt können wir auch mal die ganz schweren Stücke spielen", sagt er. Zu hören sein werden unter anderem Stücke und Arrangements von Thad Jones, Bill Holman bis Bob Brookmeyer, aber auch neuere Stücke unter anderem von Bandleader Oliver Pospiech. Der Termin fürs zweite Konzert steht auch schon fest: 18. Dezember in der Harmonie.

Sonntag, 2. Oktober, 15 Uhr, im Forum in der Bundeskunsthalle. Eintritt frei.