Zugunsten der Hannah-Stiftung

Beethoven Trio Bonn spielt in der Rotunde

Überzeugender Einsatz für die gute Sache: Mikhail Ovrutsky (von links), Rinko Hama und Grigory Alumyan.

KÖNIGSWINTER. "Ich kann ihnen versprechen, die können etwas", war sich Volker Wiedeck, Gründer der Königswinterer Hannah-Stiftung sicher. Große Worte, doch zu viel versprochen hatte er dem Publikum in der Rotunde des Grandhotels auf dem Petersberg nicht.

Denn mit dem Beethoven Trio Bonn hatte er schließlich nicht irgendwen für ein Benefizkonzert verpflichtet. Das aus Rinko Hama (Klavier), Mikhail Ovrutsky (Violine) und Grigory Alumyan (Violoncello) bestehende Ensemble gehört zu den aufstrebenden Formationen am Kammermusik-Himmel. Warum, das war schnell zu hören.

Die drei Interpreten verstehen sich musikalisch gewissermaßen blind, das Repertoire, das sie mitgebracht hatten, war zudem ebenso rar wie hochinteressant. Mit dem Trio Elégiaque von Sergej Rachmaninow, dem Divertissement für Klaviertrio von Nicolai Kapustin, dem ersten Klaviertrio von Dmitri Schostakowitsch und dem ersten Klaviertrio von Aron Arensky spielte das Beethoven Trio zumeist eher selten zu hörende Werke. Dass es sich gleichwohl lohnen sollte zuzuhören, und zwar nicht nur für den guten Zweck, machten die drei Musiker vom ersten Takt an deutlich.

In Königswinter sind sie zudem gerne gehörte Gäste. Schon einmal waren sie für ein Benefizkonzert zu Gast, "und das war so schön, dass man das noch einmal machen musste", so Ulrich Berres, der in seiner Funktion als Stadtsprecher den auf der Rückreise aus der englischen Partnergemeinde North East Lincolnshire befindlichen Bürgermeister Peter Wirtz vertrat. "In den Medien wird oft gesagt, dass es Königswinter schlecht geht.

So schlecht, dass man die Hannah-Stiftung nicht mehr unterstützen kann, geht es uns aber noch nicht", so Berres. Das mögen sich auch die zahlreichen Besucher gedacht haben, die bei bestem Frühlingswetter den Weg auf den Petersberg gefunden hatten. Und sie werden es nicht bereut haben.