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500-Kilo-Bombe in Duisburg kontrolliert gesprengt
dpa
Duisburg. In Duisburg ist am Dienstagabend eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt worden. Die Bombe hatte einen gefährlichen Säurezünder und konnte deshalb nicht entschärft werden.
Nach ersten Erkenntnissen habe es keine größeren Schäden gegeben, sagte Einsatzleiter Johannes Bergmann. Gegen 22.30 Uhr durften Anwohner in ihre Wohnungen zurück - fast sieben Stunden, nachdem die Evakuierung begonnen hatte.
Die 500-Kilo-Bombe lag in unmittelbarer Nähe der vielbefahrenen Autobahn 40. Der betroffene Abschnitt der Schnellstraße wurde während der Sprengung komplett gesperrt. Teile des Weihnachtsmarkts mussten schließen. Auch Geschäfte stellten den Verkauf ein. In der Innenstadt kam es wegen gesperrter Straßen zu langen Staus.
In einem Radius vom 750 Metern um den Fundort der Zehn-Zentner- Bombe mussten rund 4200 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen - darunter auch die Bewohner eines Altenheimes. Die Evakuierungen hatten länger gedauert als zunächst angenommen. "Wir haben hier einen extrem großen logistischen Aufwand", hieß es bei der Einsatzleitung.
Die Anwohner reagierten überwiegend ruhig auf den Bombenfund. In Duisburg sei man schließlich "schon ausreichend bombengeplagt, um nicht die Nerven zu verlieren", sagte ein Anwohner.
Der Kampfmittelräumdienst hatte die Bombe durch die Auswertung von Luftbildaufnahmen in unmittelbarer Nähe der A40-Anschlussstelle Duisburg-Häfen entdeckt. Um die Detonation zu dämpfen, wurden rund 700 Tonnen Sand auf die Bombe geschüttet. Der Sand war mit 30 Lastwagen nach Duisburg gebracht worden. Außerdem wurde die Fundstelle mit Bohlen und Strohballen abgesichert.
In München hatte die Sprengung einer Bombe Ende August für einen Millionenschaden gesorgt. Mitte September verursachte die kontrollierte Sprengung eines Blindgängers in der Innenstadt von Viersen erheblichen Sachschaden. Beide Bomben hatten Säurezünder.
Artikel vom 27.11.2012
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