Kommentar

Kampf gegen Windmühlen

Fünf Jahre Bäderdiskussion mit hohen Kosten für Gutachten, Rechtsberatung und Projektbegleitung sind bisher ohne Ergebnis geblieben. Ein zweites Ausschreibungsverfahren steht unmittelbar bevor. Nach dem Zeitplan der Verwaltung sollen die Unterlagen bis zum 14. Mai versandt werden.

Am 17. Dezember soll der Stadtrat beschließen, welcher Bewerber den Zuschlag bekommt. Der Auftrag könnte dann im Januar 2013 vergeben werden.

Da wirkt die Initiative des FDP-Ratsmitgliedes Uwe Hupke für eine Sanierung des alten Hallenbades eher wie Störfeuer. Doch der Judoka mit dem Gardemaß ist eine Kämpfernatur. Er überrascht den Stadtrat mit immer neuen Beispielen anderer Kommunen, in denen Sanierungsprojekte in der Vergangenheit gelungen sind. Nach Mayen und Eggenstein-Leopoldshafen führt Hupke jetzt das erste deutsche Genossenschaftsbad in Nörten-Hardenberg ins Feld.

Hupke lehnt ein Ausschreibungsverfahren ebenso wie ein PPP-Modell ab. Mit dieser Meinung steht er in seiner Fraktion bisher allerdings ebenso alleine da wie in der "Koalition" mit der CDU. Unterstützung erfährt der FDP-Mann dagegen aus den Reihen der SPD, der Freien Wähler, der Fraktion Freie und Linke sowie vom Förderverein "Rettet unsere Lemmerzbäder!". Dass aus der Minderheit noch eine Mehrheit wird, ist eher unwahrscheinlich. Viel mehr spricht dafür, dass Hupkes Engagement am Ende ein Kampf gegen Windmühlen sein wird.

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