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Konzert in Köln
Kool Savas in der Kölner Live Music Hall
Von Susanne Schramm
Unartige Kinder haben viele Namen. Savas Yurderi kennt man als Juks, Essah, S.A.V. KKS und John Bello. Oder als Kool Savas. Auch wenn er inzwischen das englische Wort für König aus seinem Künstlernamen gestrichen hat, ist der gebürtige Aachener immer noch der "King of Rap".
Kool Savas in Köln. Foto: Thomas Brill
Unterstützt von Genetikk, Laas Unltd & Architekt stellte das der 37-Jährige einmal mehr in Köln unter Beweis. In der Live Music Hall rappt Kool Savas bis zum Siedepunkt. Damit sind nicht die Temperaturen gemeint, die die einstige Werkshalle in eine riesige Saunakabine verwandeln, sondern die brodelnde Stimmung, die bei den Fans aufkommt, die aber Savas noch lange nicht genügt: "Ich will, dass es noch viel heißer wird!". Das wird es.
Bis der deutsche Rapper - nachvollziehbarer Weise diesmal ohne die übliche Mütze - um 22.05 Uhr anerkennend ausruft: "Ich fand's geil - was geht ab, Köln?!", um hernach mit der ersten Zugabe "Aura" das Titelstück seines letzte, 2011 veröffentlichten Albums anzustimmen. Dann kennt der Jubel der verschwitzten Fangemeinde in den klatschnassen T-Shirts keine Grenzen mehr.
Von "Black" über "Futurama" und "Tribut" bis hin zu "Rhythmus meines Lebens" stimmt die Chemie dieses Konzerts hundertprozentig. Kurz vor Schluss des offiziellen Teils kehrt der coole Rapper in der heißen Halle mit "LMS" noch einmal zum Beginn seiner Solokarriere zurück. Den kompletten Titel des Raps, der wie viele Werke aus den Gründertagen nicht zitierfähig ist, wiederholen die im Publikum wie ein Mantra. Nicht nur Rapper sind gerne unartig.
Artikel vom 20.08.2012
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