Die Perlen der Rheinromantik

BONN.  Für Kunstflaneure und Reisende: Gisela Götz hat ein anregendes Buch zu den "Perlen der Rheinromantik" geschrieben. Die Autorin nimmt den Leser mit auf die Reise. Eine Station ist natürlich der Bahnhof Rolandseck

"Füllest wieder's liebe Tal/ Still mit Nebelglanz,/ Lösest endlich auch einmal/ Meine Seele ganz." Goethes gereimte Miniatur liest sich wie ein Begleittext zu den vielen Bildern, die Künstler vom Rhein schufen. Der Strom hat Reisende und Dichter, Architekten und bildende Künstler beflügelt.

Im Lauf der Jahrhunderte sind so die "Perlen der Rheinromantik" entstanden, wie Gisela Götz sie nennt und in ihrem gleichnamigen Buch versammelt hat. Die Autorin nimmt den Leser mit auf die Reise. Eine Station ist natürlich der Bahnhof Rolandseck, über den die Autorin schreibt: "Es findet sich wohl kaum ein Ort, an dem sich die Momente des Romantischen so glücklich zusammenfügen".

Sehr ausführlich, mit wunderbaren Bildern und Dokumenten erschließt sie dieses Kleinod sowie die unmittelbare Umgebung. Und sie blickt selbstverständlich den Berg hinauf zum Neubau von Richard Meier. Beschrieben wird aber auch eine vielversprechende Radtour vom Rheinkilometer 642 bis 630.

Gisela Götz' Reise führt in die Vergangenheit, etwa zur Apollinariskirche außerhalb von Remagen, auf die Burg Stolzenfels und in den Koblenzer Augustapark. Aber auch die Gegenwartskunst spielt eine Rolle: Der Leser findet sie in den "Geheimen Gärten" von Rolandswerth und entlang des Skulpturenufers Remagen. Insgesamt ein sehr gelungenes Rhein-Lesebuch.

Gisela Götz: Perlen der Rheinromantik. Herausgegeben von Oliver Kornhoff, Arp Museum, 144 S., 9,80 Euro

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