Erinnerungen an den Krieg

Nach einer kurzen Ausbildung musste der 17-Jährige als Soldat fürs Vaterland kämpfen.

Nach einer kurzen Ausbildung musste der 17-Jährige als Soldat fürs Vaterland kämpfen.

Paul Verbeek musste als junger Mann an die Front.

Von 1939 bis 1945 tobte der Zweite Weltkrieg, der von Deutschland ausgelöst worden war und an dem schließlich mehr als 60 Länder beteiligt waren. Einige Ältere können sich noch an diese Zeit erinnern. Mit Paul Verbeek, 93 Jahre, sprach Viertklässler Timothée Fröhlich über dessen Erlebnisse im Krieg.

Sie haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft - wie kam es dazu?

Paul Verbeek: Ich bin mit 17 Jahren zur Wehrmacht eingezogen worden. Wir bekamen eine kurze Ausbildung, um zu lernen, wie man mit Waffen umgeht. Wir waren noch halbe Kinder, darum war das für uns wie ein Kriegsspiel.

Wurde es später ernst?

Verbeek: Natürlich, sehr sogar. Bald marschierte unsere Truppe nachts in einen Wald bei Düren. Dort wurden wir von amerikanischen Panzern beschossen, überall explodierten Granaten. Wir konnten aber noch entkommen.

Wie wurden Sie gefangen genommen?

Verbeek: Ich wurde mit Gelbsucht ins Lazarett gebracht. Dort sind dann die Amerikaner einmarschiert und haben alle Soldaten gefangen genommen.

Wie war es?

Verbeek: Die erste Zeit war hart, wir lagen unter freiem Himmel und hatten sehr wenig zu essen, mittags gab es Suppe mit einer Scheibe Brot. Nach 14 Tagen wurden wir nach Belgien verlegt. Dort hatten wir Zelte, aber immer noch Hunger. Ich habe nur noch 44 Kilogramm gewogen. Später wurde es besser - ich wurde sogar Eisverkäufer. Nach 18 Monaten wurden alle freigelassen.

Freie Christliche GS Bonn, Alfter, Klasse 4a