Vor der ersten Radtour des Jahres

So machen Sie Ihr Fahrrad fit für den Frühling

Bremse, Lich und Gangschaltung sollten als erstes überprüft werden.

Bonn. Mit dem Start in den Frühling holen viele Radfahrer ihren Drahtesel aus dem Winterschlaf. So machen Sie Ihr Fahrrad fit für die erste Radtour des Jahres.

Mit dem Frühling kommt auch das gute Wetter - Zeit für Ausflüge in die Natur! Doch vor der ersten Radtour samt Frühlingspicknick ist es wichtig, den Drahtesel wieder gut in Form zu bringen.

Bremse, Licht und Gangschaltung überprüfen

Als erstes sollten die Grundfunktionen des Zweirads überprüft werden: Bremse, Licht und Gangschaltung. Die Bremsen sollten nach der längeren Ruhepause gecheckt und gegebenfalls nachgezogen werden. Abgenutzte Bremsklötze können mit relativ geringem Aufwand ausgetauscht werden. Vor dem ersten Einsatz sollten diese aber ausgiebig auf ihre Festigkeit überprüft werden. Löst sich ein Klotz bei einem möglichen Bremsmanöver, ist ein Sturz nahezu vorprogrammiert.

Auch wenn es nun länger hell bleibt, sollte das Licht auf seine Funktionstüchtigkeit getestet werden. Falls die Lampe nicht leuchtet, sollten Kabel und Steckverbindungen überprüft werden. Gegebenfalls muss das Lämpchen ausgetauscht werden. Zudem gehören nicht nur das Vorder- und Rücklicht zur Pflichtausstattung jedes Fahrrads. Dazu gehören auch an jedem Rad mindestens zwei Speichenreflektoren, nach vorne und hinten wirkende Pedalreflektoren sowie jeweils ein Reflektor vorn und hinten. Der hintere Reflektor darf mit der Schlussleuchte zusammen verbaut sein.

Der reibungslose Wechsel verschiedener Gängen sollte ebenfalls vor der nächsten Tour kontrolliert werden. Dazu die kleine Zugspannschraube vorsichtig und nur schrittweise nachjustieren. Sollten die Gänge beim Ausprobieren nicht wie gewünscht funktionieren, sollte die Gangschaltung vorsichtshalber in einer Werkstatt überprüft werden.

Reifen- und Luftdruck checken

Sobald alle Grundfunktionen überprüft sind, kann auf den Feinschliff geachtet werden. Reifen- und Luftdruck für einfaches Fahren und niedrigen Verschleiß überprüfen - hat sich ein Löchlein eingeschlichen, muss dieses gestopft werden, um Sicherheit garantieren zu können. Hier ist es wichtig, das Flickzeug ebenfalls regelmäßig zu prüfen, denn auch die Gummiflicken können porös werden. Nach einer längeren Fahrpause sollten die Reifen auf Risse sowie der Druck überprüft werden. Auf der Flanke des Reifens ist der Idealdruck vermerkt.

Fahrrad gründlich reinigen

Auch die Reinigung und das Ölen der Kette führt zu einem besseren Fahrempfinden. Die Fahrradkette sollte mit einem Tuch oder einer Bürste gesäubert und im Anschluss mit etwas Öl geschmiert werden. Damit das Rad geschmeidig läuft, sollte die Kette mit nicht zu viel Öl eingeschmiert werden und auf ihren Sitz überprüft werden. Nachdem einmal alle Gänge durchgeschaltet wurden, kann überschüssiges Öl entfernt werden. Wenn das alles erledigt ist, fehlt nur noch die gründliche Reinigung des Zweirads. Wer es nach seinem letzten Einsatz ungeputzt im Winterquartier verstaut hat, sollte damit beginnen, Matschspritzer und Beläge zu entfernen. Dies macht das Rad nicht nur schöner, sondern offenbart direkt auch mögliche Schwachstellen, die es zu beheben gilt. Am besten lassen sich die Felgen mit einem Schwamm oder einer Zahnbürste reinigen.

Fahrradhelm und Schloss sollten nicht fehlen

Nun kann es schon losgehen - fast. Auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht gibt, sollte einer getragen werden. Denn bei einem Unfall kann der schon einmal Lebensretter sein. Somit gilt eine grundsätzliche Empfehlung zum Tragen eines Helmes. Aber nicht nur auf die eigene Sicherheit sollte geachtet werden. Jedes Fahrrad sollte beim Abstellen mit einem Schloss an einem festen Punkt angeschlossen werden, so dass es nicht weggetragen werden kann. Für die teuren E-Bikes empfehlen Experten sogar eine Diebstahlversicherung.

Umweltfreundliche Alternative

Fahrradfahren ist außerdem gut für die Umwelt. Wie wär's, den Drahtesel im Frühling und Sommer nicht nur für Ausflüge zu benutzen? Auch für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen muss  nicht unbedingt das Auto herhalten. Mit dem Lastenrad lassen sich auch Getränkekisten transportieren - eine umweltfreundliche Alternative für sonnige Frühlingstage.

Und falls ein weiter Weg oder ein steiler Berg vermeintliche Gründe dafür sind, das Auto zu nehmen: das E-Bike ist eine gute Alternative und unterstützt den Fahrer durch einen elektrischen Motor. So bleibt das Fahrradfahrerlebnis erhalten, auch wenn die Strecke normalerweise zum Problem geworden wäre. Aber nicht vergessen: Den Akku vor Benutzung ausreichend aufladen.