Bauprojekt "Viktoriakarree"

Wie sieht die Umgestaltung aus?

Die Stadt will das Viktoriakarree im Herzen Bonns zügig entwickeln.

BONN. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung eine Fachjury für das Bauprojekt "Viktoriakarree" gebildet. In seiner Juni-Sitzung soll der Rat dann eine Entscheidung treffen, welcher Investor das Areal in der Innenstadt umgestalten wird.

Die Stadt hat, wie berichtet, das Viktoriakarree im März 2014 im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens ausgeschrieben. Ziel ist es, die städtischen Flächen im Bereich zwischen Rathausgasse, Belderberg, Franziskanerstraße und Stockenstraße in der Innenstadt, gegebenenfalls ergänzt um unmittelbar benachbarte private Grundstücke im selben Baublock, städtebaulich aufzuwerten. Die Ausschreibung ließ bewusst Raum für unterschiedliche Nutzungskonzeptionen.

Eine mögliche Variante ist die Errichtung eines neuen Einkaufszentrums im Viktoriakarree. Die Unterbringung der Philologischen Bibliothek der Universität im Viktoriakarree sowie die Erarbeitung einer Lösung für die künftige Unterbringung des Stadtmuseums und der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus wurden in der Ausschreibung vorausgesetzt.

Als weitere Möglichkeiten kommen kulturelle Nutzungen sowie Gastronomie, Büros und Wohnen in Betracht. Das Areal soll somit ein gemischt genutztes, lebendiges Stadtquartier werden. Mit zwei potenziellen Investoren hat die Stadtverwaltung in den zurückliegenden Monaten intensive Verhandlungen geführt.

Die beiden Interessenten werden bis zum kommenden Dienstag ihre verbindlichen Angebote abgeben. Während für den 22. April eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Bauprojekt im Ratssaal vorgesehen ist, bei der die Pläne erläutert und Fragen beantwortet werden, wird die Fachjury voraussichtlich im Mai die mit den verbindlichen Angeboten abgegebenen Planungen bewerten, und das entsprechend einer in der Ausschreibung festgelegten Bewertungsmatrix.

Die Planungen sollen dann im Juni in der Bezirksvertretung Bonn sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeitsförderung und im Planungsausschuss diskutiert werden.

Es ist angestrebt, dass der Stadtrat in seiner Sitzung am 18. Juni einer der Planungen den Zuschlag geben wird.