Bonner Schwimmbäder

Sanierung der Beueler Bütt muss warten

In der Beueler Bütt schwimmt im Moment niemand.

In der Beueler Bütt schwimmt im Moment niemand.

Bonn. Die unerwartete Schließung der Beueler Bütt wegen eines Defekts führt nicht dazu, dass dieses Hallenbad als erstes von Grund auf saniert wird.

Im Gegenteil: Es kann noch etliche Jahre dauern, bis die Bütt ertüchtigt wird. In ihrer Stellungnahme macht die Stadt klar, dass per politischem Beschluss die Sanierung des Hardtbergbades vorzuziehen ist. Und da nicht beide Hallenbäder gleichzeitig schließen sollen, müsse die Beueler Bütt hintenanstehen.

Wie lange, lässt sich erahnen. Die Vorplanung für das Hardtbergbad könnte im Oktober vorliegen. Detailplanungen, Genehmigungen und Ausschreibungen dauern aber dann noch ein Jahr. Die Arbeiten können also frühestens 2020 beginnen. Nach einer kalkulierten Bauzeit von mindestens zwei Jahren ist mit einer Wiederöffnung frühestens 2022 zu rechnen. Erst danach würde die Grundsanierung der Bütt angegangen. „Nicht akzeptabel“, findet Tobias Haßdenteufel (Linke), der nach dem Zeitplan gefragt hatte und erstaunt war, dass die Stadt bei der Sanierung der alten Bäder offensichtlich die Ruhe weg habe.

Linke fordert Beschleunigung

„Dass eine gleichzeitige Schließung der beiden Bäder nach Möglichkeit vermieden werden sollte, ist völlig klar“, erklärte er. „Aber die Verwaltung ist nicht mit dem gleichen Eifer bei der Beueler Bütt wie bei dem Neubau im Wasserland.“ Ironischerweise sei die Zustimmung zu diesem Neubau nicht zuletzt mit Versprechungen auf genau diese Sanierungen erkauft worden, die jetzt auf die lange Bank geschoben würden.

Die Linksfraktion fordert daher, die Sanierung des Hardtbergbades zu beschleunigen und zumindest die Planungen für die Sanierung der Beueler Bütt nun anzugehen. Bei den maroden und vernachlässigten Bädern sei kein weiterer Aufschub zu dulden.