Abbau in der Bonner Rheinaue

Post zeigt Interesse an KunstRasen-Bühne

Bonn. Die Saison auf dem KunstRasen ist seit Sonntagabend zu Ende. Bis Ende August sollen alle Aufbauten weg sein. Doch ob die Bühne erst mal stehen bleibt, ist noch unklar.

Die Saison auf dem KunstRasen ist beendet, die Bands haben der Gronau wieder den Rücken gekehrt. Jetzt ist das Organisationsteam noch einmal gefragt, um alles abzubauen und die Rasenfläche wieder in ihren Ausgangszustand zu versetzen.

Schon in der Nacht zu Montag, nachdem die letzten Klänge der Scorpions verklungen waren und auf den Saisonabschluss angestoßen wurde, ging es im Prinzip los, berichtet Veranstalter Ernst-Ludwig Hartz. Die Stände mussten weg, und auch das Mischpult wurde nicht mehr benötigt.

Die Aufgabe, den Platz zurückzubauen, hat im Team Eventmanagerin Katrin Weinreis, bei der als Geschäftsführerin für operatives Management die Fäden zusammenlaufen. Durch die Zelte in Systembauweise ist man mit dem Abbau schneller als beim Aufbau.

Bis Donnerstag soll auch das Vip-Zelt verschwunden sein. Ob die Bühne erst mal stehen bleibt, ist noch unklar. Die Deutsche Post AG habe angefragt, ob sie diese für ein Firmenjubiläum Ende September noch nutzen könne. „Aber der Bühnenabbau wäre sowieso erst Ende der Woche dran gewesen, sodass wir noch ein bisschen Zeit haben“, berichtet Weinreis.

Ende nächster Woche wird dann zum Rhein hin die Schallschutzwand aus Plastikcontainern abgebaut, was laut der Eventmanagerin ein großer Aufwand ist. Der weitere Zeitplan: „Ende September wird die Rasenfläche rekultiviert und neu eingesät“, sodass es im Oktober wieder grün sein soll auf dem Areal. „Am 31. August sind wir runter von dem Platz“, so Weinreis. Der Abbau sei auch durch das trockene Wetter einfacher.

Die Frage, ob die KunstRasen-Macher für die nächste Spielzeit einen erneuten Versuch machen, für die Bühne eine Fundamentplatte aus Beton gießen lassen dürfen, stellt sich ihnen derzeit nicht. „Das ist ja von der Bezirksregierung abgelehnt worden, deshalb ist im Moment nichts in diese Richtung geplant“, so Hartz. Aber man werde sich intern noch in Ruhe darüber unterhalten. Wie berichtet, war das Gießen der 14 mal 29 Meter großen Bodenplatte, die Hartz auf eigene Kosten errichten lassen wollte, von der in Köln angesiedelten Höheren Naturschutzbehörde abgelehnt worden, weil eine dauerhafte Versiegelung des Geländes befürchtet wurde. Dahinter steckt, dass die Bühne an einer Böschung steht und einen entsprechenden Unterbau zur Stabilität braucht. Außerdem muss sie mit großen Wasserbehältern gegen Auftrieb bei starkem Wind gesichert werden. Bewährte Neuerungen wie die Bierbänke zum Ausruhen im hinteren Konzertgelände wird es dagegen nächstes Jahr wieder geben. „Das ist von den Besuchern sehr gut angenommen worden“, sagt Hartz.

Im September wird übrigens auch die große Blumenwiese in der Rheinaue hergerichtet, auf der im Sommer Großveranstaltungen wie das Panama Open Air und Jeck im Sunneshing (am 31. August) stattfinden. Parkrestaurant-Pächter Dirk Dötsch, der das Alleinbewirtschaftungsrecht für den Park an zwölf Tagen im Jahr besitzt, sammelt für diese Arbeiten das nötige Geld von den einzelnen Veranstaltern. „Es ist sinnvoller, die Wiese am Ende der Saison großflächig zu überarbeiten, als zwischen den Veranstaltungen aktiv zu werden“, so Dötsch. „Wir koordinieren das mit dem städtischen Grünflächenamt.“