Rhein in Flammen 2013

Positive Bilanz - So gut wie seit zehn Jahren nicht mehr

Der Blick vom Kameha Grand auf die Rheinaue und das Feuerwerk.

BONN. „Rhein in Flammen“ war ein Knaller: 120.000 Besucher in der Rheinaue und am Beueler Ufer sowie rund 14.000 Gäste auf den 53 Personenschiffen sind in der Nacht zum Sonntag Zeugen eines spektakulären Feuerwerkes geworden. Jürgen Harder zog später ein durchweg positives Fazit.

„Es war mit Abstand das beste Rhein in Flammen, das ich in den letzten zehn Jahren gemacht habe“, so der Veranstalter der Landveranstaltungen. Auch Udo Schäfer war mehr als zufrieden: „Es war sehr, sehr gut. Wir haben einiges am Programm entlang des Rheins verändert“, sagte der Geschäftsführer der veranstaltenden Tourismus & Congress GmbH. „Das ist bei den Gästen angekommen.“

Die Bilanz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Stadtwerken und Stadtverwaltung fiel ebenfalls erfreulich aus. „Wir mussten nur zu einem Einsatz ausrücken. Nach dem Feuerwerk sind Kartonagen des Feuerwerkers in Brand geraten, die wir gelöscht haben“, so Helmut Schulten von der Feuerwehr.

[kein Linktext vorhanden]Insgesamt 107 Einsätze registrierte der Rettungs- und Sanitätsdienst. „Meistens mussten Pflaster oder Kopfschmerztabletten verteilt werden“, erklärte Konrad Koch vom Malteser Hilfsdienst, der die Federführung hatte. 27 alkoholisierte Personen, darunter 23 Jugendliche, mussten behandelt werden.

„Insgesamt war es ein ruhiges Fest“, resümierte Polizeisprecher Christoph Schnur. Mit 294 Einsätzen hatten die Ordnungshüter zwar reichlich zu tun, allerdings konnte vieles in Gesprächen geklärt werden. Einige alkoholbedingte Schlägereien mussten geschlichtet werden, 16 Strafanzeigen wegen Körperverletzungs-, Drogen-, Diebstahls- und Beleidigungsdelikten wurden aufgenommen. Außerdem wurden zehn Platzverweise erteilt, vier Personen kamen in Gewahrsam.

[kein Linktext vorhanden]Die Stadtwerke waren mit ihrer kompletten Fahrzeugflotte im Einsatz. Die Mitarbeiter seien noch weit über den Fahrdienstschluss hinaus weitergefahren. Nennenswerte Störungen habe es im Bahnverkehr bis auf zwei, drei Probleme nicht gegeben, einzig die Busse in Richtung Zentralen Omnibusbahnhof hätten 20 Minuten im Stau gestanden.

Der Schilderung eines GA-Lesers widersprach Veronika John von den Stadtwerken zum Teil. Der Leser schilderte, er habe an der Haltestelle Heussallee der Linie 66 Richtung Bad Honnef zwischen 0.30 und 1.30 Uhr gewartet und keine einzige Bahn sei gekommen, „nur um 1.15 Uhr eine leere, die stark qualmte und nach verbranntem Hydrauliköl roch“. John dazu: „Dass eine Stunde lang keine Bahn Richtung Süden fuhr, kann nicht sein.“ Sie bestätigte aber, dass es mit einer Bahn Probleme an den Bremsen gab. Eine andere Bahn der Linie 16 aus Köln habe bei der starken Beanspruchung zeitweise Probleme mit den Türen gehabt.

Der Stadtordnungsdienst war mit vielen Mitarbeitern vor Ort. Aufgrund des hohen Besucherandrangs war das Verkehrsaufkommen deutlich höher als in Vorjahren. Insgesamt wurden 22 Fahrzeuge abgeschleppt, die auf Flucht- und Rettungswegen abgestellt waren. Bei Jugendschutzkontrollen wurden etwa 250 Flaschen Alkohol vernichtet und etwa 70 Packungen Zigaretten, die Minderjährige bei sich trugen, sichergestellt.