Mutmaßlicher Kopf der Bande festgenommen

Polizei gelingt in Tannenbusch neuer Schlag gegen Drogenhandel

Bei der Festnahme wurden auch rund 4500 Euro Bargeld, Smartphones, Tablets und gefährlichen Gegenstände, sowie über 500 Gramm Heroin und Kokain sowie Marihuana und Amphetamin gefunden.

Bei der Festnahme wurden auch rund 4500 Euro Bargeld, Smartphones, Tablets und gefährlichen Gegenstände, sowie über 500 Gramm Heroin und Kokain sowie Marihuana und Amphetamin gefunden.

Bonn. Nach der großen Drogenrazzia Anfang Mai in Tannenbusch sind dort nun weitere Personen im Zusammenhang mit Drogen, Bargeld und weiteren Gegenständen festgenommen worden.

Die Polizei hat in Tannenbusch den nächsten Schlag gegen Drogenhändler gesetzt. Unterstützt von einer Spezialeinheit aus Köln, nahmen Ermittler am Mittwochvormittag den laut Bericht mutmaßlich 32-Jährigen Kopf der Bande, gegen den bereits ein Haftbefehl erwirkt worden war, dessen 26 Jahre alte Frau sowie zwei weitere Mitglieder der Tätergruppierung (29 und 43) fest. Der 32-Jährige Bonner mit Migrationshintergrund sitzt in U-Haft, seine Frau wurde laut Polizei „haftverschont“, weil das Paar Kinder hat.

Bei den Zugriffen wurden 500 Gramm Heroin und Kokain sowie Marihuana und Amphetamin, 4500 Euro in bar, Smartphones, Tablets und gefährliche Gegenstände gefunden. Zudem wurden Luxusartikel sichergestellt, die möglicherweise aus Straftaten stammen. Die Fahnder führten seit Jahresbeginn ein verdecktes Verfahren gegen die Bande, die im Verdacht steht, harte Drogen in nicht unerheblichen Mengen in die Bundesrepublik geschmuggelt und mit entsprechenden Gewinnspannen weiterverkauft zu haben. Die Bande ist nach dem aktuellen Stand auch für die „Lieferung“ der in Tannenbusch veräußerten harten Drogen verantwortlich.

Die Ermittler gleichen im Zuge der Ermittlungen auch bereits gewonnene Erkenntnisse im Zusammenhang mit der groß angelegten Razzia in Tannenbusch vom 8. Mai ab (der GA berichtete). Darüber hinaus werden in Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft auch mögliche „vermögensabschöpfende Maßnahmen“ geprüft. Das bedeutet, dass in diesem Fall sowohl Bargeld als auch Wertgegenstände in einem separaten Verfahren beschlagnahmt und auf Belege geprüft werden.

Bei der Razzia am Morgen des 8. Mai hatten 300 Polizisten Wohnungen und Häuser in Tannenbusch, Alfter, Bornheim, Köln und Niederkassel gestürmt, 23 Personen festgenommen, zwölf Haftbefehle vollstreckt und 60 000 Euro sowie ein Kilogramm Marihuana, 75 Gramm Kokain und Anabolika beschlagnahmten