Universitätsstadt Bonn

Einzug zum Wintersemester

Bauminister Groschek weihte gestern das neue Heim im Passivhaus-Standard in Tannebusch ein.
Foto mit Schirm: Jürgen Huber, Geschäftsführer vom Studentenheim schützt Groschek mit seinem Schirm vor plötzlich einsetzenden Schauern.
Gruppenfoto: (v.l.) Architekt Reinhard Gerlach, Bauunternehmer Rolf Römer von MBN Bau AG, NRW-Bauminister Michael Groschek, Jürgen Huber vom STWB, BM Angelica Maria Kappel, Kay Noell Referatsleiter vom Bauministerium NRW.

Bauminister Groschek weihte gestern das neue Heim im Passivhaus-Standard in Tannebusch ein. Foto mit Schirm: Jürgen Huber, Geschäftsführer vom Studentenheim schützt Groschek mit seinem Schirm vor plötzlich einsetzenden Schauern. Gruppenfoto: (v.l.) Architekt Reinhard Gerlach, Bauunternehmer Rolf Römer von MBN Bau AG, NRW-Bauminister Michael Groschek, Jürgen Huber vom STWB, BM Angelica Maria Kappel, Kay Noell Referatsleiter vom Bauministerium NRW.

Tannenbusch. 18 Monate Bauzeit, Platz für 211 Studierende: NRW-Bauminister Michael Groschek weiht das neue Studentenwohnheim in Tannenbusch ein.

Draußen wurde schon gefeiert, da war drinnen noch längst nicht alles fertig: NRW-Bauminister Michael Groschek weihte am Montag zusammen mit dem Studierendenwerk Bonn das neue Wohnheim an der Oppelner Straße/Ecke Riesengebirgsstraße ein. Das Studierendenwerk hat das Heim in den vergangenen 18 Monaten für mehr als 20 Millionen Euro bauen lassen. Es bietet auf 5600 Quadratmetern Platz für 211 Studenten. „Das neue Studentenheim in Tannenbusch ist ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen die Wohnungsnot und für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum“, sagte Groschek bei der Einweihung. „Ich wünsche den Studenten hier eine gute Zeit.“

Viel Leben ist aber noch nicht in dem aus sieben Gebäuden bestehenden Komplex. Sämtliche Zimmer der fünfgeschossigen Häuser sind leer, hier und da fehlt noch der Bodenbelag, und einige Bereiche sind wegen der noch andauernden Bauarbeiten gesperrt. Doch das soll sich bald ändern. „Ab 1. August stehen die Einheiten zur Vermietung bereit, wir richten gerade die Zimmer ein“, sagte Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerks. „Dann können die Studenten pünktlich zum Wintersemester in die Wohnungen ziehen.“ Und die machen einen grundsoliden Eindruck: Das Interieur ist zwar Geschmacksache und sieht noch nicht so gemütlich aus, doch es scheint durch und durch zweckmäßig zu sein. Hier treffen kahle Wände, die darauf warten, dass ein Bild aufgehängt wird, auf weiße Möbel und einen grau-grünen Linoleumfußboden.

Studierendenwerk betreibt insgesamt 35 Wohnanlagen

Eine kleine Küche und ein Badezimmer sind in jeder der 133 Studentenbuden vorhanden. Dabei können die zukünftigen Bewohner wählen, ob sie in ein Einzelapartment oder in eine Wohngemeinschaft ziehen. Pro Quadratmeter verlangt das Studierendenwerk dafür im Schnitt zehn Euro Warmmiete, inklusive Internet.

„Wir streben eine Versorgungsquote von zehn Prozent an“, sagte Robert Anders vom Studierendenwerk mit Blick auf die rund 40 000 Studenten in Bonn. „Wir betreiben insgesamt 35 Wohnanlagen mit derzeit rund 3600 Plätzen.“ Insgesamt wohnten ein Drittel der Bonner Studenten noch zu Hause, so Anders. Der Rest muss sich mit steigenden Mietpreisen und großer Konkurrenz bei der Wohnungssuche herumschlagen. „Wir brauchen mehr sozialen Wohnungsbau wie diesen“, forderte Groschek deshalb bei der Feier. „Fiese Praktiken bei der Wohnungsvergabe und Miethaie sollen keine Chance mehr bekommen“, so der Minister.