Erleichterung der Arbeit

Das sind die digitalen Projekte bei der Stadt Bonn

Noch sind die Aktenschränke im Bonner Stadthaus prall gefüllt. Die Digitalisierung könnte eine Menge Papierkram überflüssig machen.

Noch sind die Aktenschränke im Bonner Stadthaus prall gefüllt. Die Digitalisierung könnte eine Menge Papierkram überflüssig machen.

Bonn. Die Stadt Bonn hat sich eine Reihe von IT-Projekten rund um die Themen Verkehr, Bildung und Bürgerdienste vorgenommen.

Die Stadt Bonn hat sich für dieses Jahr eine umfangreiche digitale Agenda mit verschiedenen IT-Projekten vorgenommen. Dadurch soll der Verwaltung die Arbeit erleichtert werden, aber auch Bürger sollen ihre Behördengänge künftig über das Internet machen können.

Einen Fokus legt die Stadt daher auf die Umstellung der bisherigen PDF-Formulare in vollständige Onlineformulare, die am PC ausgefüllt und übermittelt werden können. Das sind beispielsweise die Anforderung von Führerschein-Karteikartenabschriften oder der Antrag auf eine Melderegisterauskunft. Mit dem neuen Personalausweises können sich Bonner online ausweisen, um sich abzumelden oder die Ausstellung eines polizeilichen Führungszeugnisses zu beantragen.

Der Ausweis wird dann mittels Kartenleser oder Smartphone-App gescannt. Nach und nach sollen weitere Formulare – derzeit sind es rund 100 – in die digitale Fassung überführt werden. Den Bonnern steht zudem das Servicekonto.NRW zur Verfügung, zu dem Onlineangebote von Städten, Gemeinden und Kreisen genauso wie die von Ministerien und Behörden der Landesverwaltung gehören.

Herzstück der Veränderungen wird der Relaunch der städtischen Internetseite bonn.de zum Ende des Jahres sein. In die neue Seite sollen alle digitalen Angebote integriert werden.

Neben dem Bürgerservice will die Stadt in den Bereichen Bildung sowie Mobilität neue Projekte anstoßen. Um Bonn zu einer Smart City werden zu lassen, hat sie mit verschiedenen Partnern eine Reihe von Pilotprojekten gestartet. Für intelligente Beleuchtung und Müllabfuhr haben Stadt, Stadtwerke, Bonnorange und die Telekom an 21 Stellen im Bonner Stadtgebiet Sensoren implementiert, um eine kaputte LED-Leuchte oder einen gefüllten Müllcontainer zu melden.

Das Handyparken wollen Stadt, SWB und Telekom in Bonn voranbringen. Auf den Parkflächen am Stiftsplatz soll die App „Park and Joy“ bald in die Testphase gehen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Tiefbauamt testen eine spezielle Ampelschaltung für Einsatzfahrten. Mittels GPS-Sensor sollen die Retter dann selbstständig eine grüne Welle schalten können.

In einigen städtischen Gebäuden hat die Stadt mittlerweile Wlan in-stalliert. Dazu zählen das Alte Rathaus sowie die Sitzungssäle und Räume der Bürgerdienste im Stadthaus, aber auch in den Bezirksrathäusern und Stadtteilbibliotheken. Im Laufe des Jahres sollen auch Nutzer der Stadtbibliothek Medien in digitaler Form ausleihen können.

Seit März gibt es ein Ticketsystem für städtische Veranstaltungen, die Kurse der Volkshochschule sollen künftig auch online bezahlt werden können. Bis Jahresende will die Stadt zudem den Chatbot „BottyBonn“ in der zweiten Entwicklungsversion anbieten. Der Assistent liefert Informationen zur Parkhausbelegung oder dem Rheinpegel. Auch im sozialen Bereich plant die Stadt, ein digitales Angebot zu schaffen. Mit der Plattform, „Nebenan.de“ für das Quartiersmanagement Auerberg sollen sich Bürger austauschen können.