Flüchtlinge in Bonn

Asylantragstelle kommt in die Südstadt

Blick in ein Zimmer in der Ermekeilkaserne: Die Bewohner der städtischen Flüchtlingsunterkunft müssen bald umziehen.

Blick in ein Zimmer in der Ermekeilkaserne: Die Bewohner der städtischen Flüchtlingsunterkunft müssen bald umziehen.

12.02.2016 BONN. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge will eine Außenstelle in der Bonner Südstadt eröffnen. Dafür muss die Stadt allerdings das Haus 6 in der Ermekeilkaserne räumen, in dem derzeit 340 Flüchtlinge untergebracht sind.

Sofern die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge in Deutschland es zulässt, bekommt die Stadt Bonn bis Ende März keine neuen Flüchtlinge zugewiesen. Das bestätigten die Bezirksregierungen in Köln und Arnsberg. Allerdings muss die Stadt 340 Flüchtlinge Ende Februar an anderen Stellen unterbringen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird Büroräume und eine Asylantragstelle in der Ermekeilkaserne beziehen, wo derzeit Flüchtlinge leben. Stadtsprecherin Monika Hörig sagte, dass die Unterbringung der bisherigen Bewohner in den Turnhallen von Robert-Wetzlar- und Heinrich-Hertz-Berufskolleg erfolgen solle sowie in der ehemaligen Poliklinik an der Wilhelmstraße. Damit wäre die zusätzliche Nutzung von Turnhallen zumindest vorerst vom Tisch. (Philipp Königs)