Bertha von Suttner

2,50 Meter hohe Edelstahlskulptur erinnert an die Friedensaktivistin

Jürgen Nimptsch und Sirpa Masalin an der Stele.

BONN. Zwei Mal mussten Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, Bezirksbürgermeister Jürgen Kollig, Künstlerin Sirpa Masalin und Heide Schütz, Vorsitzende des Frauennetzwerks für Frieden, kräftig an der regenbogenfarbenen Friedensfahne ziehen, dann war die neue Gedenkstele zu Ehren der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner endlich enthüllt.

Am Samstag, dem Internationalen Friedenstag, wurde das Denkmal an der Ecke Bertha-von-Suttner-Platz/Sandkaule in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste - unter anderem Nachfahren der Friedensaktivistin - und Bürger feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

2,50 Meter hoch, 40 Zentimeter dick und rund 600 Kilogramm schwer ist die Edelstahl-Stele, die die Konturen eines stilisierten weiblichen Körpers zeigt. Auf der Vorderseite trägt sie die Aufschrift "Bertha von Suttner 1843-1914, Friedensnobelpreisträgerin 1905".

"Nach allem, was wir in Erfahrung bringen konnten, ist es die erste Stele in ganz Deutschland, die Bertha von Suttner öffentlich würdigt", sagte Nimptsch. Der Platz, an dem die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg so deutlich sichtbar waren, sei ein guter Ort, um an die Friedensnobelpreisträgerin zu erinnern.

"Es war ein lang gehegter Wunsch, Bertha von Suttner im Gedächtnis der Menschen wieder lebendig werden zu lassen", sagte Schütz. Die Stele ist die 200. "Kansa-Skulptur" der finnischen Künstlerin Masalin. "'Kansa' ist finnisch für 'Volk'. Die Skulpturen sollen uns daran erinnern, dass wir alle gleich sind", so Masalin.

Seit 2005 setzt sich das Frauennetzwerk für Frieden für eine Initiative zu Ehren Suttners ein. Finanziert werden konnte das rund 10.000 Euro teure Projekt mithilfe von Spenden. Um an Bertha von Suttners Leben und Werk zu erinnern, plant das Netzwerk 2014 Veranstaltungen. Es ist nicht nur das Jahr des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges, sondern auch das Todesjahr Suttners.