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CDU-Umfrage
Hardtberger mit Geschäften zufrieden
Von Rolf Kleinfeld
Hardtberg. Wie gefällt den Bürgern das Leben im Stadtbezirk? Sind sie mit der Wohnsituation zufrieden? Wie beurteilen sie die Infrastruktur? Bei der Beantwortung dieser Fragen ist die CDU nun einen Schritt weiter.
Die Menschen wohnen gerne im Stadtbezirk, für sie ist aber die Erreichbarkeit des Duisdorfer Zentrums ein wichtiger Faktor. Bei der CDU-Umfrage kam heraus, warum 37 Prozent eine Bebauung des Burgweiher-Carrés ablehnen: Dadurch fallen Parkplätze weg. Foto: Roland Kohls
Zwar betonten CDU-Bezirksparteichef Christos Katzidis und Fraktionschef Bert Moll am Montag bei der Vorstellung der Ergebnisse ihrer Online-Umfrage, dass angesichts der geringen Teilnehmerzahl keine repräsentativen Aussagen zu erwarten sind. "Aber es ist ein Stimmungsbild entstanden, auf das es uns ankam."
So sind 57 Prozent der Teilnehmer mit dem Wohnungsangebot im Hardtberg zufrieden, viele bemängeln aber, dass es zu wenige günstige Angebote gebe. Dabei haben ein Drittel der Bürger länger als drei Monate nach einer passenden Wohnung suchen müssen. Verwunderlich: Obwohl viele Senioren an der Umfrage teilnahmen (siehe Kasten rechts), suchen nur 16 Prozent der Teilnehmer barrierefreien Wohnraum. "Trotzdem ist das für uns kein Grund, an dem Thema nicht weiter zu arbeiten", sagt Moll. Zumal die Bürger bei Neubauten lieber Mehrgenerationenprojekte wollen als Mehrfamilienhaussiedlungen. Bei der Bebauung des zweiten Bauabschnitts Am Bruch halten sich übrigens Zustimmung und Ablehnung die Waage.
Was die Fußgängerzone angeht, stützt das CDU-Ergebnis die kürzlich durchgeführte GA-Umfrage: Mit den Einkaufsmöglichkeiten im Stadtbezirk sind 78 Prozent der Teilnehmer zufrieden, beklagen aber Billigläden und die Zahl der Leerstände. Und aus vielen Kommentaren wird klar, dass die Bürger einen großen Elektronikmarkt wünschen. Immer wieder taucht in verschiedenen Antworten auf, dass für die Bürger Sicherheit, Sauberkeit, Ordnung, Beleuchtung und Polizeipräsenz wichtige Faktoren sind.
Und auch in Sachen Verkehr positionierten sich die Teilnehmer: 42 Prozent beklagen den schlechten Straßenzustand, und 26 Prozent würden sich einen besseren Verkehrsfluss wünschen. Aber gleichzeitig sehen auch 36 Prozent Bedarf, die Fußgängerwege zu überarbeiten, und immerhin noch 31 Prozent fordern bessere Fahrradwege. Der öffentliche Nahverkehr erscheint vielen ausbaufähig, das sehen zumindest in Sachen Schiene 35 Prozent der Befragten so. Konkret nach der Hardtbergbahn befragt, meinen sogar 54 Prozent, dass dieses Projekt weiter verfolgt werden sollte. 21 Prozent sehen das anders.
Weitere Ergebnisse: 54 Prozent begrüßen eine Bebauung des Burgweiher-Carrés, 37 Prozent finden das eher nicht so gut. Die meisten vor allem, weil dann Parkplätze im Zentrum verloren gehen. Sehr unterschiedlich wird die geplante Umgestaltung des Burgweihers mit Kreisverkehren gesehen: 46 Prozent finden das sinnvoll, dieselbe Anzahl ist allerdings der gegenteiligen Meinung.
Die Online-Umfrage der CDU
Bei der Online-Umfrage zur "Weiterentwicklung unseres Stadtbezirks", die von der CDU Hardtberg und der Jungen Union vom 1. September bis 31. Oktober durchgeführt wurde, standen viele Themen an, die die Bürger derzeit bewegen. Darunter die Fußgängerzone Duisdorf, die Wohnsituation, die Hardtbergbahn, der neue Geschäftskomplex hinter der Rochusstraße (Burgweiher-Carré), der Bau von Kreisverkehren Am Burgweiher und die Nutzung der alten Bundesgrenzschutz-Halle als Freizeiteinrichtung.
Unter den 192 Bürgern, die mitgemacht haben, waren 151 Männer und 39 Frauen. Personen unter 20 Jahren waren so gut wie gar nicht vertreten, genau die Hälfte der Umfrageteilnehmer war 50 Jahre und älter. Das Mitmachen übte auf Duisdorfer den höchsten Reiz aus, denn 61 Prozent der Teilnehmer kamen von hier, 23 Prozent vom Brüser Berg und nur 4 Prozent aus Lengsdorf. 11 Prozent gaben an, sie seien von außerhalb. Insgesamt wurden 25 Fragen gestellt. Die Detailergebnisse stehen unter www.cdu-hardtberg.de.
Artikel vom 18.12.2012
Stadt Bonn
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