Fahrzeugübergabe

Flotter Flitzer für Freiwillige

Um das neue Einsatzfahrzeug versammelt haben sich (von links) Dagmar Klus (THW), Christoph Unger, Jürgen Lanzerath, Klaus-Bernard Krupp (alle BBK), Dietmar Rau, Carsten Schneider (beide Feuerwehr Bonn) sowie vor dem Auto (v.l.) Johannes Franz (BBK), Sven Aust (THW), Roman Trebbe (BBK), Frank Linnarz und Jochen Stein (beide Feuerwehr Bonn). FOTO: KNOPP

Um das neue Einsatzfahrzeug versammelt haben sich (von links) Dagmar Klus (THW), Christoph Unger, Jürgen Lanzerath, Klaus-Bernard Krupp (alle BBK), Dietmar Rau, Carsten Schneider (beide Feuerwehr Bonn) sowie vor dem Auto (v.l.) Johannes Franz (BBK), Sven Aust (THW), Roman Trebbe (BBK), Frank Linnarz und Jochen Stein (beide Feuerwehr Bonn).

LENGSDORF. Bei besonderen Brandeinsätzen und Unfällen wird die Bonner Feuerwehr seit einigen Jahren durch Freiwillige unterstützt: Fünf Einsatzkräfte und zwei Fachberater vom Technischen Hilfswerk (THW) und vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stehen bei Bedarf zur Verfügung.

Eine Hilfestellung, die sich bezahlt gemacht hat, sagt Jochen Stein, Leiter der Berufsfeuerwehr. Er übergab diesen Freiwilligen jetzt auf dem Gelände des BBK in Lengsdorf ein eigenes Einsatzfahrzeug. Der neu gekaufte Ford S-Max ist dort stationiert. "Das war das größte Fahrzeug, das noch bei denen in die Garage passte", so Stein.

Haupteinsatzgebiet während der Tageseinsatzzeiten ist der Stadtbezirk Hardtberg, der zwar eine effektive Brandschutz-Abdeckung durch die Freiwilligen Feuerwehren in Duisdorf, Lengsdorf und Röttgen hat, aber keinen Posten der Berufsfeuerwehr. Allerdings würden sie nicht zu jedem Mülleimerbrand oder zur Beseitigung einer kleinen Ölspur gerufen. "Wir wollen sie nur vorhalten, wenn es zeitkritische Einsätze gibt." Das beinhaltete bislang unter anderem Gefahrgut-Unfälle auf der Autobahn, Brände auf dem Gelände des Uniklinikums oder Fälle wie den Erdrutsch in Ippendorf vor einigen Tagen.

"BBK und THW wollen als Arbeitgeber ein Vorbild sein und zeigen, dass der Einsatz der eigenen Mitarbeiter auf freiwilliger und ehrenamtlicher Basis für alle nutzbringend und hilfreich ist", sagte BBK-Präsident Christoph Unger. Die Freiwilligen, unter anderen Spezialisten für den Bereich des chemischen Schutzes, könnten mit dem Fahrzeug jetzt schneller die Berufsfeuerwehr unterstützen. "Ich denke, wir sind in diesem Bereich modellhaft und zeigen, für wie wichtig wir als Behörde diese Aufgabe halten."

Die Einsatzkräfte helfen der Feuerwehr gerne, wenn Not am Mann ist. "Tagsüber wird es generell immer schwieriger, genügend Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben", sagte der freiwillige Helfer Johannes Franz vom BBK. Er lobte deshalb seinen Arbeitgeber: "Für Einsätze werden wir freigestellt und die Kollegen und Vorgesetzten unterstützen das ehrenamtliche Engagement."

Ähnlich läuft das laut Helfer Swen Aust beim THW: "Meine Kollegen und ich werden freigestellt, wenn der Piepser geht, und das funktioniert wirklich reibungslos."