Sanierung des Hardtbergbads

Förderverein empfiehlt die Schließung des Kurfürstenbads

Die Freunde und Förderer des Hardbergbads befürworten die Schließung des Kurfürstenbads und den Neubau in Dottendorf.

Die Freunde und Förderer des Hardbergbads befürworten die Schließung des Kurfürstenbads und den Neubau in Dottendorf.

Hardtberg. Die Hardtbergbad-Freunde beziehen Position für den Neubau in Dottendorf. Sie unterstützen die Schließung des Kurfürstenbads und empfehlen, beim laufenden Bürgerentscheid mit "Nein" zu stimmen.

Wenn es nach dem städtischen Bäderkonzept geht, steht das Hardtbergbad als nächstes Hallenbad zur Sanierung an. Das ist aber nicht der Grund, warum der Förderverein eine klare Position vertritt und den Bau eines neuen Bades in Dottendorf unterstützt, in dessen Folge auch das Hardtbergbad profitiert.

Der Förderverein empfiehlt den Bürgern im Stadtbezirk, beim Bürgerentscheid zur Zukunft des Kurfürstenbades in Bad Godesberg mit „Nein“ zu stimmen. Man mache das aber nicht, weil man selbst durch die Schließung und die daran gekoppelte Sanierung des Hardtbergbads Vorteile habe, sondern weil man sich für eine ganzheitliche Lösung für Bonn ausspreche, hinter der die Stadt und der Sport stehe, sagte Geschäftsführer Jens Schwartz-Freiberg dem GA.

In einer Pressemitteilung erklärt Vorsitzender Uwe Reinelt die Hintergründe: „Bei einer Mehrheit für den Erhalt des Kurfürstenbades (also mit Ja abgestimmt) wird das gesamte Bonner Bäderkonzept wieder auf den Stand von vor zehn Jahren zurückgesetzt – das heißt, kein neues Familienbad im Wasserland, keine Sanierung von Hardtbergbad und Beueler Bütt und nur eine rudimentäre Wiederherstellung der Nutzbarkeit des Kurfürstenbades.“

Schwimmbad braucht regelmäßige Wartung

Der Grund hierfür liegt seiner Ansicht nach in den beschränkten Haushaltsmitteln, die für die Sanierung und den Neubau von Bädern in Bonn zur Verfügung stehen. Warum also schlechtem gutes Geld hinterherwerfen, fragt Reinelt und erklärt: „Wir sagen „Nein“ zum Erhalt des Kurfürstenbades.“ Man sehe das Problem nicht aus der Sicht eines einzelnen Stadtbezirks.

Die Lobbyisten für das Hardtbergbad, insgesamt hat der Förderverein rund 70 Mitglieder, treffen sich am Dienstag, 21. März, zu ihrer Jahreshauptversammlung. Dort wird der Bürgerentscheid und die Positionierung dazu ebenfalls thematisiert. Und der Förderverein wolle in der Folge auf seine Meinung aufmerksam machen. „Wir planen Aktionen in der Fußgängerzone, um die Bürger über die Sachlage bei den städtischen Bädern zu informieren“, so Schwartz-Freiberg.

Für den Förderverein ist ein Schwimmbad nur ein funktionales Gebäude, das aber auf regelmäßige Wartung, Pflege und Sanierung angewiesen sei, weil es sonst verfalle. „Wird diese Funktionalität über Jahre hinweg nicht sichergestellt, kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem die Sanierung oder Instandsetzung teurer ist als ein Neubau.“ Außerdem: Im Gegensatz zu einem historischen Gebäude wie einer Kirche oder einem Schloss habe ein Schwimmbad keine emotionale Relevanz.

Mit seiner Meinung ist der Förderverein nicht alleine. Dahinter stehe auch der Hardtberger Schwimmclub, der TKSV Duisdorf und der Ortsverein der DLRG, hieß es. Reinelt warnt davor, die Kurfürstenbad-Befürworter mit einem „Ja“ zu unterstützen. „Wir haben jahrelang dafür gekämpft, dass wir allen Bonner Bürgern eine vernünftige Bäderlandschaft anbieten können. All das wird jetzt allerdings durch den Bürgerentscheid für das Kurfürstenbad wieder in Frage gestellt.“

Die Jahreshauptversammlung der Freunde und Förderer des Hardtbergbads beginnt am Dienstag, 21. März, um 19.30 Uhr im Nachbarschaftszentrum Brüser Berg, Fahrenheitstraße 49.