Goldner Herbst

Drachenflug über dem Kreuzberg

Die ersten Herbststürme haben zweifelsfrei auch ihr Gutes, zumindest wenn man Kind ist und gerne ein Abenteuer mag. Denn jetzt beginnt wieder die Zeit, in der man Drachen steigen lassen kann, so wie es schon die Eltern und Großeltern getan haben.

Bonn. Die ersten Herbststürme haben zweifelsfrei auch ihr Gutes, zumindest wenn man Kind ist und gerne ein Abenteuer mag. Denn jetzt beginnt wieder die Zeit, in der man Drachen steigen lassen kann, so wie es schon die Eltern und Großeltern getan haben.

Auch der Kreuzberg eignet sich gut für diese Ferienbeschäftigung, ebenso übrigens wie die Rheinaue oder das Meßdorfer Feld. Am Kreuzberghang hat man allerdings zusätzlich den Vorteil, einen herrlichen Blick über Bonn genießen zu können, bei dem das Münster und die Kreuzkirche aus dem Stadtbild herausstechen. Für viele Kinder ist das die schönste Zeit des Jahres, wenn die Blätter durch die Luft fliegen und der Wind den Drachen fast von alleine in den Himmel zieht. Dafür braucht es allerdings Platz.

Und gutes Gerät. Professionelle Lenkdrachen sind schon relativ günstig zu kaufen, aber es geht natürlich auch in Handarbeit. Zum Basteln eines klassischen Drachens braucht es Holzleisten, dickes Packpapier und genügend Schnur (auch für den Schweif). Oft halten die klassischen Selbstbau-Modelle allerdings einem starken Herbstwind nicht stand. Und damals wie heute gehört Geschick dazu. Denn die Kunst besteht im Starten, aber auch darin, die Leinen im Flug relativ kurz zu halten und im richtigen Moment nachzugeben, damit der Drache nicht absackt.