Feuerwehreinsatz

Chlorgasalarm im Bonner Hardtbergbad

Bei schönem Wetter kann nur draußen im Hardtbergbad geschwommen werden. Die Vereine würden aber gern in der Halle trainieren.

Einen Feuerwehreinsatz wegen Gasaustritt erleben die Gäste des HArdtbergbades nicht zum ersten Mal.

Hardtberg. Der Anschluss einer Chlorgasflasche im Hardtbergbad hat am Sonntagnachmittag einen Rettungseinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Einen Chlorgasalarm gab es am Sonntagnachmittag gegen 14.30 Uhr im Hardtbergbad. Wie Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn mitteilten, sei beim Anschluss einer Chlorgasflasche Chlorgas ausgetreten. Genauere Informationen konnten die Bademeister im Hardtbergbad bei Eintreffen der Feuerwehr nicht geben. Für die Badegäste bestand der Feuerwehr zufolge keine Gefahr.

Der Lagerraum sei von außen zugänglich gewesen. Ein Trupp der Feuerwehr Bonn ging unter Schutzanzügen und Atemschutz mit Messgeräten zur Erkundung vor. Anhand der Auswertung der Messgeräte sei keine Gefährdung festzustellen gewesen. Die Einsatzleitung habe zügig Entwarnung gegeben, berichtete Willi Palm von der Berufsfeuerwehr.

Chlorgas ist giftig – und tückisch. Da es eine höhere Dichte als Luft hat, setzt es sich am Boden ab. So wurde es im Ersten Weltkrieg ab 1915 auch als chemische Waffe missbraucht. In öffentlichen Schwimmbädern wird Chlorgas aus Hygienegründen für die Wasseraufbereitung verwendet

Für die Feuerwehr und den vorsorglich mit alarmierten Rettungsdienst war der Einsatz gegen 15.15 Uhr beendet. Im Einsatz waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 3 der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Bad Godesberg, Dottendorf, Duisdorf, Lannesdorf, des Rettungsdienstes des Führungsdienstes.

Einen Feuerwehreinsatz wegen ausströmenden Chlorgases gab es bereits vor einem Jahr im Hardtbergbad. Ein kleines Loch in einer Chlorgasflasche hatte Anfang Juli 2016 den ABC-Alarm bei der Feuerwehr ausgelöst. Damals mussten rund 50 Besucher das Bad verlassen.