Fußballverein in Bonn

1. JFC Brüser Berg startet durch

Brüser Berg. Zwei Jahre nach seiner Gründung hat der 1. JFC Brüser Berg schon sieben Jugendmannschaften. Demnächst startet in der Kreisliga D auch eine Seniorenmannschaft.

Die Jungs wühlen im Trikotstapel – die letzte Bestellung, frisch geliefert – und suchen das für sie Passende heraus. Die Shirts wurden kürzlich für die neue Seniorenmannschaft des 1. Jugendfußballclubs Brüser Berg 2015 angeschafft, damit die demnächst auch in der Kreisliga D Turniere spielen kann. Das Team ist der bislang neuste Fortschritt im Verein, der jetzt zwei Jahre alt wird.

In dieser Zeit, sagt der Gründer und erste Vorsitzende Rolf Schäfer, habe sich der JFC gut entwickelt. Man startete mit fünf Jugendmannschaften, aktuell sind es sieben, darunter viele Flüchtlingskinder. Und auch wenn sich der Verein auf die Jugend kapriziert hat, wollte man die 15 jungen Männer, die jetzt die Seniorenabteilung bilden, nicht abweisen. Immerhin würden die jungen Spieler auch älter, meint Schäfer. „Man muss doch den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, im Verein weiterzuspielen.“

Es sei denn, sie haben die Qualität eines Ramez Masri. „Den haben wir inzwischen an den Bonner SC verloren.“ Aber das sei in Ordnung. Der 13-Jährige schoss in der letzten Saison in seiner D1-Mannschaft alleine mehr als 100 der 252 Tore, mit denen sie Kreisligameister wurde – so etwas bleibt den Scouts des Sportclubs nicht verborgen.

Mehrere Vereine nutzen den Platz

Der frühere Stürmer und jetzige Verteidiger hat schon beim 1. SF Brüser Berg gespielt. Nach dessen Auflösung wechselte er zum VfL Lengsdorf, dann zum JFC. „Ich habe viele Freunde hier gehabt“, sagt er. Jetzt also der Wechsel zum Bonner SC, und danach? „Ich möchte in die Bundesliga.“

Schon in der ersten Saison wurde die D2-Mannschaft Vizemeister, die anderen Teams landeten im guten Mittelfeld. In der zweiten dann die Meisterschaft der D1 – eine gute Quote. Inzwischen gibt es auch eine B-Jugendmannschaft. „Wir sind eigentlich rundum zufrieden“, sagt Schäfer. Auch dank der Sponsoren, Ehrenamtlichen und Kommunalpolitikern.

Wäre da nicht die Auslastung des Trainingszeitplans. Denn neben dem JFC nutzen derzeit auch der 1. FC Hardtberg, der Bonner SC und Südstadt Bonn den Platz Im Ellig 45. „Es ist nicht möglich, alle Jugendmannschaften auf dem Kunstrasen trainieren zu lassen“, so Schäfer. Deshalb weicht man auf den Aschenplatz nebenan aus.

Abfall sammelt sich unter Vordach

Und dann ist da noch der ewige Neubau, den der frühere Boss des 1. SF Brüser Berg Heinz Hentschel dort hochgezogen, aber nie fertiggestellt hat. „Sie bringen immer wieder neue Meldungen“, so Schäfer. Er würde sich einen Abriss des gemauerten Obergeschosses wünschen, in das betonierte Erdgeschoss könnte man Umkleiden und Duschen bauen. Fürs Erste bleibt aber der Rohbau stehen, sammelt sich Abfall unter dem Vordach.

Der Ligabetrieb hat begonnen, bald spielen die Senioren das Lokalderby gegen die B-Mannschaft des TB Witterschlick. Schäfer hat noch einiges vor: Im Winter will er ein Hallenturnier ausrichten und hofft, dafür von der Stadt die Hardtberghalle zu bekommen.