Doppelspaß im Party-Dom

„Bonn steht Kopp“ gleich zweimal hintereinander

Bonn. 5600 Jecken haben am Samstagabend bei der ersten von insgesamt zwei Ausgaben von "Bonn steht Kopp" im Telekom Dome zusammen mit den Bands Brings, den Höhnern, Bläck Föös, Querbeat und Co. ausgelassen gefeiert.

Besser könnte die Stimmung kaum sein: Bei der ersten von zwei Ausgaben der spektakulären Karnevalsparty „Bonn steht Kopp“ im restlos ausverkauften Telekom Dome läuft alles perfekt. Die Musik ist gut, das Publikum begeistert. „Es ist einfach das geilste, was es gibt“, sagt Kathleen Pirkl und lacht. „Ich bin ja eine zugezogene Rheinländerin, aber ich lebe und liebe den Karneval. Und hier, an diesem tollen Ort mit großartigen Bands, bin ich einfach glücklich.“

So wie Pirkl geht es vielen. 5600 glückselige Jecken bevölkern die Spielstätte der Telekom Baskets, verkleidet als Vampire, Piraten, Clowns oder Einhörner. Sie alle haben sich schon vor einem Jahr um Karten bemüht, haben sich damals, im Februar 2017, zum Teil schon am frühen Morgen zu den Vorverkaufsstellen begeben und auf ihre Chance gewartet. Innerhalb von zwei Stunden waren dann sämtliche Karten ausverkauft, so dass die Veranstalter kurzerhand einen zweiten Termin am Sonntag anboten.

Auch so gut wie voll, wie die Veranstalter Wolfgang Pütz, Heike Waldmann und Lutz Persch strahlend bekannten. „Ihr seid super“, rufen sie in die Menge. Die bedankt sich mit einem dreifachen „Bonn Alaaf“ – und fängt jetzt erst richtig zu feiern an. Der Einmarsch einiger Spielmannszüge und Garden sowie natürlich des Bonner Prinzenpaares Dirk II. und Alexandra III. bildet den Auftakt zu einem Abend voller närrischer Musik mit den beliebtesten Bands der fünften Jahreszeit.

Brings, Querbeat & Co. heizen ein

Neben Brings, den Höhnern und   den Bläck Fööss geben unter anderem auch die Domstürmer, Klüngelköpp, Kasalla, Kuhl un de Gäng und Querbeat Vollgas und heizen dem Publikum so richtig ein. „Die Bands sind einfach der Hammer“, sagt auch Susa Peters. „Diese Musik macht einfach glücklich.“ Ähnlich sieht es Matthias Böhnert, dessen Kinder beim Spielmannszug Rot-Weiß Duisdorf mitwirken. „Schon die erste Band, Lupo, hat so eine gute Laune verbreitet, das ist schon etwas ganz Besonderes. Ich bin froh, dabei sein zu können.“

 

Ohnehin loben die Besucher die Atmosphäre im Telekom Dome. „Ich war schon ein paar Mal bei der Lachenden Köln-Arena, aber hier ist es viel schöner“, erklärt Melanie Andre. „Es ist weitaus gemütlicher und familiärer, gleichzeitig ist man viel näher an den Bands dran.“ Willi Roth stößt ins gleiche Horn: Ich bin mit 15 Leuten aus Hennef gekommen und finde es einfach nur geil“, sagt er und lacht. „Bei den Riesenkarnevalspartys in Köln verläuft sich ja alles. Hier dagegen geht es weitaus entspannter zu, so dass man auch mal schneller mit anderen Leuten ins Gespräch kommt. Das finde ich großartig.“

Getränke dürfen mitgebracht werden

Ein finanzieller Vorteil der Sause im Telekom Forum ist auch, dass die Besucher sich ihre Getränke selbst mitbringen können – nur Glasflaschen sind aus Sicherheitsgründen verboten. Beliebt sind aber Pittermännchen, deren Inhalt auch großzügig mit Fremden geteilt wird. Für Nachschub sorgen verschiedene Stände im Foyer, wo auch einige Imbiss-Buden auf Kundschaft warten. Und die wird im Laufe des Abends schon noch kommen.

Immerhin hat „Bonn steht Kopp“ schon um 17.30 Uhr angefangen, erst kurz vor Mitternacht werden die Höhner die letzten Töne spielen – und danach geht es mit einer After-Show-Party weiter. Ein Konzept, das aufgeht und auch im kommenden Jahr am selben Ort fortgesetzt werden soll. Besucher der diesjährigen Veranstaltung können mit einem besonderen Code schon ab dem 15. Januar Tickets für 2019 buchen, alle anderen müssen noch bis zum 17. Januar warten.