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Uniklinikum Bonn
Bibliothek auf der Station Liebermann soll Krebspatienten Ablenkung bieten
Von Marcel Dörsing
VENUSBERG. "Hier können unsere Patienten einmal ihre Krankheit und ihre Sorgen vergessen", freute sich Katja Martini, Vorsitzende der Leukämie-Initiative Bonn, als Jürgen Reske, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Bonn, stellvertretend für die Brocke-Dombrowski-Stiftung kürzlich auf der neu eröffneten Station Liebermann im Zentrum für Integrierte Medizin des Uniklinikums eine neue Regalwand, bestückt mit einer Auswahl an Büchern und Spielen, übergab.
Ablenkung mit der Bibliothek: ein Patient der Station Liebermann. Foto: Barbara Frommann
Dank vieler Spenden und der Unterstützung der Brocke-Dombrowski-Stiftung, die allein 1500 Euro beisteuerte, ist es den Patienten nun möglich, etwas Ablenkung von ihrem alltäglichen Kampf gegen den Krebs zu finden. Insgesamt 4500 Euro kostete die Bibliothek, die extra aus besonders schwer entflammbarem und hochwertigem Material gefertigt wurde.
"An Leukämie erkrankte Menschen müssen sich mitunter wochenlangen oder sogar monatelangen Chemotherapien unterziehen. In dieser Zeit ist es ihnen meist nicht möglich, das Krankenhaus noch ihre Station zu verlassen", erklärte Professor Dr. Peter Brossart, Direktor der Medizinischen Uni-Klinik III für Hämatologie. Als wäre der Kampf gegen die Krebserkrankung und die damit verbundene psychische Belastung nicht schon schlimm genug, ist der Klinikalltag oftmals von Langeweile und immer gleichen Abläufen geprägt.
Um diesen tristen Alltag aufzulockern, wurde bereits Anfang des Jahres ein neuer Aufenthaltsraum eingerichtet, in dem die neue Regalwand ihren Platz gefunden hat. Er bietet sowohl Patienten als auch Angehörigen und Besuchern einen Ort des Rückzugs und eine Möglichkeit der Begegnung. Damit dies auch wirklich gelingen kann, hat die Leukämie-Initiative Wert darauf gelegt, dass auch in der Ausstattung nichts an die übliche Krankenhauseinrichtung erinnert.
Auch in Zukunft soll für die nötige Abwechslung im Klinikalltag gesorgt werden, verspricht Martini. Neue Projekte, wie zum Beispiel Singabende und einen Patiententag, plant die Leukämie-Initiative bereits. Dazu hofft der Verein weiterhin auf Spenden und die Unterstützung der Stiftung.
Artikel vom 09.11.2012
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