Neues Baugebiet "Am Hölder"

Stadt verlegt Kanal und schneidet Grundstücke zurecht

RÖTTGEN.  Die Bebauung des Gebiets "Am Hölder" am nördlichen Ortsrand von Röttgen rückt näher: Nach Angaben der Stadt läuft derzeit ein Umlegungsverfahren, mit dem die bisherigen Grundstückszuschnitte so geändert werden sollen, dass bebaubare Grundstücke entstehen. Bislang sind einzelne Privatgrundstücke zu klein, um darauf Häuser zu bauen.
Über diesen Kreisel am Ortseingang von Röttgen wird das Baugebiet 'Am Hölder' angebunden. Foto: Roland Kohls

Die Stadt erklärt darüber hinaus, dass bereits im November der Kanalbau beginnt. Dazu muss der Kanal in der Heidgartenstraße zwischen den Hausnummern 12 und 17 vergrößert werden. Außerdem werden die Kanäle in den Straßen "Am Hölder" und "Auf dem Kirchweg" verlängert. Diese Tiefbauarbeiten werden nach Angaben der Stadt bis zum Frühjahr 2014 dauern.

Denn auch wenn das Umlegungsverfahren noch läuft, die Stadt darf nach eigenen Angaben bereits vor dem Ende des Umlegungsverfahrens diejenigen Grundstücke in Anspruch nehmen, die nach Abschluss der Verfahrens öffentliche Verkehrsflächen sind. "Das hat der zuständige Umlegungsausschuss nach intensiven und langwierigen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern und Pächtern erreicht", teilt die Stadt mit.

Für die Stadt ist mit dem Umlegungsverfahren und dem Beginn der Kanalarbeiten "ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Realisierung des neuen Baugebietes ,Am Hölder' getan". Bereits 2011 wurde ein Kreisel zur Anbindung des Neubaugebietes gebaut. Jahrelang wurde um die Bebauung gestritten, insbesondere um die Größe des Baugebietes. Umweltexperten kritisieren zudem, dass eine für Bonn wichtige Frischluftschneise zugebaut werde, ein eigenes Gutachten der Stadt kam jedoch zu dem Ergebnis, dass dieser Effekt zu vernachlässigen ist.

Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur soll die nördlich an das Baugebiet angrenzende Fläche als ökologische Ausgleichsfläche bepflanzt werden

Die Stadt rechnet damit, dass die Nachfrage nach Baugrundstücken sehr groß sein wird. Neben den bisherigen Eigentümern wird auch sie nach Abschluss des Verfahrens Grundstücke besitzen und an Interessenten verkaufen.

Das neue Baugebiet

Seit 2010 gibt es einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan für das Gebiet. Er sieht überwiegend zweigeschossige Einzel- und Doppelhäuser vor. Im nördlichen Bereich sollen zudem dreigeschossige Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Wenn das Umlegungsverfahren im Jahr 2013 abgeschlossen ist, wird das Baugebiet zwischen der Reichsstraße, der Heidegartenstraße und der Straße "Am Hölder" nach Angaben der Stadt rund 20 Hektar groß sein. Es werden 185 Grundstücke entstehen, auf denen etwa 300 Wohneinheiten errichtet werden.

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