Rheinaue in Bonn

Nächtliche Kontrollen zahlen sich aus

BONN.  Auch für das Jahr 2012 fällt die Bilanz der nächtlichen Kontrollen in der Rheinaue durchweg positiv auf. Seit 2010 sind in den Sommermonaten von Mai bis September städtische Mitarbeiter auf freiwilliger Basis nebenberuflich montags bis freitags von 20 bis 2 Uhr, an den Wochenenden bereits ab 16 Uhr in den Auen auf beiden Rheinseiten unterwegs. Sie sorgen dort für deutlich mehr Ordnung und Sauberkeit, als dies in den Jahren davor ohne die nächtlichen Streifen je der Fall war.
In der Bonner Rheinaue: Städtische Mitarbeiter kontrollieren die Sauberkeit. Foto: Volker Lannert

In einem Rechenschaftsbericht für den Umwelt- sowie den Hauptausschuss berichtet die Verwaltung, dass auch die Resonanz und Akzeptanz seitens der Bürger auf den Einsatz der Kontrolleure überaus positiv war und ist.

Auch die Polizei, bei der sich die städtischen Kontrolleure aus Sicherheitsgründen am Abend jeweils zu Dienstbeginn und -ende melden, zeige sich mit dem Einsatz sehr zufrieden. Die nächtlichen Kontrollgänge seien eine spürbare Entlastung für die Beamten.

Deutlich gesunken sind seitdem die Schäden durch Vandalismus. Sie gingen von um die 80 000 Euro auf inzwischen rund 20 000 Euro pro Jahr zurück. Die Kosten für den Sonderordnungsdienst in der Rheinaue betragen demgegenüber rund 45 000 Euro.

Schon allein die bloße Präsenz der Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes habe eine hohe präventive Wirkung, heißt es in dem Bericht außerdem. So reagierten vor allem die zahlreichen Jugendlichen, die sich in der wärmeren Jahreszeit gerne zu Partys in der Rheinaue treffen, meistens kooperativ und räumten freiwillig den Müll weg.

Die Bilanz der städtischen Kontrolleure

  • 244 Ordnungswidrigkeitenanzeigen oder mündliche Verwarnungen wegen Befahrens/Parkens in der Rheinaue.
  • 92 unzulässige Feuerstellen gelöscht, wobei in einem Fall die Feuerwehr alarmiert wurde.
  • 1153 Personenkontrollen, in sechs Fällen die Eltern benachrichtigt und zweimal Kinder nach Hause gefahren.
  • 208 Mal Alkohol oder Zigaretten an Ort und Stelle vernichtetet, da die Konsumenten unter 18 beziehungsweise 16 Jahre alt waren.
  • Sechs Mal wegen Gewalt gegen Mitarbeiter oder andere Personen die Polizei gerufen sowie Anzeigen wegen Körperverletzung erstattet.
  • Acht Jugendliche aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums zunächst versorgt und dann mit Rettungswagen abtransportiert.
  • 217 Hundeführer aufgefordert, ihre Hunde anzuleinen.
  • 23 Mal Verursacher unmittelbar aufgefordert, ihren Müll ordnungsgemäß zu beseitigen.
  • 18 Mal eine zu laute Beschallung untersagt.
  • 58 Personen oder Gruppen einen Platzverweis erteilt.
4 Lesermeinungen - Seite 1/1

Nur 217 Hunde ...

SeppD | 20.02.2013 16:32

Soviel unangeleinte Hunde sehe ich in 2h ...

Zweischneidig

Jana Roggendorf | 20.02.2013 14:43

Vorweg: Vandalismus in öffentlich zugänglichen Grünanlagen ist ein Problem, das es an der Wurzel zu packen gilt. Konkret bedeutet das aber: Wenn der Mangel an Freiräumen, derzeit vor allem durch die Kampagnen "LiZ" und "Bonn-Bunt" thematisiert, weiter besteht, dann werden Jugendliche und (vorwiegend) junge Erwachsene auch weiterhin Orte wie die Rheinaue aufsuchen um dort zu feiern oder Dinge auszuprobieren. Bonn braucht einen unkommerziellen Veranstaltungsort, sonst werden sich die Aktionen der o.g. Initiativen aber auch weniger koordinierte Kleingruppen, die nicht an öffentlicher Ordnung interessiert sind, möglicherweise nicht mehr auf eine Hausbesetzung, vereinzelte Partys und öffentliche Saufgelage beschränken.

Beueler Rheinaue und Wiese unterhalb Bröhltalbahnweg

Jean Paul | 20.02.2013 11:40

Das sind sehr gute Nachrichten! Hoffentlich weitet die Stadt diese Aktion auch auf die Beueler Rheinaue und Wiese unterhalb des Bröhltalbahnweges aus.

Weiter so!

Michael Pister | 20.02.2013 08:36

Hoffentlich werden die Kontrollen in den Rheinauen auch in diesem Jahr weitergeführt. Es wäre gut, wenn der Ordnungsdienst auch auf die Radfahrer auf den ausgeschilderten Gehwegen achten würde. Dort kommte es immer wieder zu gefährlichen Vorkommnissen zwischen Fußgängern und Radfahrern.

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