Stadtplanung Bonn

Studenten entwickeln Ideen für die grünen Achsen Bonns

BONN.  Amerikanische Studenten haben Ideen für die grünen Achsen in Bonn entwickelt. Am Montag stellten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. "Interessante Ansätze" fanden David Baier vom Amt für Stadtgrün und Natascha Rohde vom Planungsamt. Und Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe war durchaus angetan vom Einfallsreichtum der 23 Studenten von der Texas A&M University.

Die angehenden Landschaftsarchitekten und Städteplaner, alle Anfang 20, haben sich fast vier Monate lang mit dem Bonner Masterplan beschäftigt. Ihre Aufgabe: Ideen zu entwickeln vor allem für die sogenannten grünen Boulevards.

"Zunächst haben sich die amerikanischen Studenten mit den historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen der Stadt beschäftigt, bevor sie ins Thema eingestiegen sind", erklärte Ture Petersenn von der Akademie für Internationale Bildung (AIB), die das Projekt ermöglicht hat. In drei Gruppen aufgeteilt, nahmen die Studierenden erst eine Analyse der vorhandenen urbanen Struktur vor, um dann nach Lösungswegen zu suchen - was nicht immer ganz einfach war.

Schwer hatte es sicherlich die erste Gruppe, die sich mit dem Abschnitt zwischen Rhein, Alter Zoll und Hofgarten auseinandersetzte. Was ihnen gleich auffiel: Die Beziehung zum Rhein fehlt. Im Gegenteil: Die Bastion wirkt geradezu abschottend zum Wasser. Ein schöner Gedanke: den Stadtgarten mit dem Biergarten und dem Alten Zoll als Lenné-Gedächtnisgarten auszubauen mit attraktiven Ruheinseln im Stile des berühmten Gartenplaners. Indes die Hofgartenwiese mit einem Springbrunnen und weiteren Bepflanzungen zu strukturieren, nimmt diesem Areal die Großzügigkeit.

Ähnlich sieht es bei der Gruppe aus, die sich die Achse Poppelsdorfer Allee, Botanischer Garten, Nussallee vorgenommen hat. Durch Bepflanzen von niedrigwachsenden Bäumchen und Sträuchern soll der Blick auf das Poppelsdorfer Schloss konzentriert werden. Doch dadurch wirkt die Sichtachse vom Kaiserplatz eingeengt. Hingegen sehen die Vorschläge für die Nussallee mit verschlungenen Fußgänger- und Radwegen recht attraktiv aus.

Schwer hatten es auch Bailey Brown und Lindsay Flesch, den Campus Endenich aufzuwerten. "Das Schwierigste wird werden, dort eine Identität zu schaffen und den Campus, der von der Autobahn durchschnitten wird, zu einer Einheit wachsen zu lassen", meint Bailey. Die beiden haben eine begrünte Brücke über die Autobahn bis zur Immenburgstraße mit vielen grünen Inseln geplant. "Wir haben uns überlegt, mehr Wohlfühlräume zu schaffen, die studentisches Leben etablieren", sagte Lindsay.

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