Andheri-Basar

Ein Hauch Indien wehte durch den Pfarrsaal von St. Remigius

BONN.  Ein Hauch Indien wehte am Wochenende durch den Pfarrsaal von St. Remigius. Feinste Handarbeiten aus Seide, Leder und Holz standen beim 45. Bonner Andheri-Basar zum Verkauf. Raritäten wie selbst gebastelte Weihnachtskarten aus Pipalblatt und Stroh und waren besonders begehrt und schnell vergriffen.
Kunstvoll gestaltete Schachteln gibt es beim Basar der Andheri-Hilfe zu kaufen. Foto: Flick

Das Angebot des von der Andheri-Hilfe organisierten Basars umfasste jedoch nicht nur Feines aus Indien, sondern auch von Bürgern und Firmen aus Bonn gespendete Kostbarkeiten. Oft war Rosi Gollmann, Gründerin der Andheri-Hilfe, selbst überrascht. "Eine Dame hat 300 Beutel selbst gemachte Plätzchen abgegeben. Ein anderes Mal stand ein Karton mit selbstgemachter Marmelade bei uns vor der Tür."

Sehr gefreut hatte sie sich auch über eine kurz vor Beginn des Basars gespendete, detailgetreu selbst gebastelte Krippe. Darüber hinaus haben auch viele Unternehmen zum Angebot des Basars beigetragen. Eine Firma hat mehrere Dutzend Modeschmuck-Accesoires gespendet, eine andere mehr als 150 Teller zur Verfügung gestellt.

Besucher hatten aber nicht Gelegenheit nach Herzenslust auf dem Basar zu stöbern, sie konnte auch Rosi Gollmanns Buch "Einfach Mensch" erwerben und es von der Autorin und Initiatorin der Andheri-Hilfe signieren lassen.

Die Andheri-Hilfe, aus einer Privatinitiative für ein Kinderheim in Andheri, einem Vorort von Mumbai, entstanden, richtet alljährlich bundesweit rund 30 Basare aus, deren Erlöse zu hundert Prozent Hilfsprojekten in Indien und Bangladesh zugute kommen. Seit fast fünf Jahrzehnten fördert der Verein die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der ärmsten Bevölkerungsgruppen in den beiden Ländern, ebenso lange gibt es den Andheri-Basar, der somit der Basar mit der längsten Tradition in Bonn ist.

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