Haus Michael

Zusätzliches Angebot für Geislarer Kinder und Jugendliche

Das Haus Michael ist Heimat einiger Theatergruppen – hier die intergenerative Theatergruppe bei einer Aufführung im November.

Das Haus Michael ist Heimat einiger Theatergruppen – hier die intergenerative Theatergruppe bei einer Aufführung im November.

BEUEL. Der Trägerverein der Jugendeinrichtung „Haus Michael“ spielt derzeit viele Szenarien durch. Zum Beispiel: Was passiert mit der „Offenen Tür“ in der Bergheimer Straße, falls die Stadt Bonn tatsächlich ihren Plan umsetzt und 1,5 der insgesamt 2,5 Personalstellen streicht?

Damit diese im Freizeitstättenbedarfsplan 2017 vorgesehene Stellenstreichung nicht realisiert wird, versucht der Vorstand auf nachhaltige Weise darzulegen, welche Bedeutung die Jugendeinrichtung vor allem für die Jugend im Beueler Norden hat. „Wer weiß, wie spärlich das Freizeitangebot für Jugendliche zum Beispiel in Geislar ist, der kann der beabsichtigten Stellenreduzierung im Haus Michael nicht zustimmen“, erklärte Mario Pohlscheid, Vorsitzender des Trägervereins in einem Gespräch mit dem GA.

Der Vereinsvorstand und Einrichtungsleiter Michael Maichle starten parallel zu den Verhandlungen mit Politik und Verwaltung eine Offensive zur Rettung des Schwarzrheindorfer Jugendhauses. Der Trägerverein von Haus Michael will bei gleichbleibender Personalausstattung sein Angebot im Beueler Norden ausweiten. Genauer gesagt: Einmal wöchentlich – und zwar dienstags von 17 bis 20 Uhr – will der Verein eine Fachkraft nach Geislar entsenden, die in den Räumlichkeiten unterhalb der Kirche Sankt Joseph mit Kindern und Jugendlichen sinnvoll Freizeit gestaltet.

Während dieser Zeit wird der Ausfall der Fachkraft in Haus Michael mit einer ehrenamtlichen Hilfskraft kompensiert. „Diese Art Außenstelle betrachten wir als Pilotprojekt. Unsere Idee stieß beim zuständigen Pfarrer Michael Dörr und beim Kirchenvorstand auf Zustimmung“, betonte Mario Pohlscheid. In Geislar gibt es derzeit nur ein mobiles Angebot des Vereins „Kleiner Muck“, der donnerstags und samstags mit seinem Spielebus dort Station macht. Vertrauend auf die Zusage von Oberbürgermeister Ashok Sridharan, dass die im Freizeitstättenbedarfsplan vorgesehenen Stellenreduzierungen solange nicht umgesetzt werden, wie die Flüchtlingswelle in Bonn Auswirkungen auf den Betreuungsbedarf hat, wird Haus Michael nun doch seine beliebte Sommerfreizeit anbieten.

Allerdings in abgewandelter Form: Die „Offene Tür“ bleibt in den Sommerferien durchgängig zu den üblichen Zeiten geöffnet. Zusätzlich wird aber ein Frühbetrieb von 8 bis 10 Uhr angeboten, für den Eltern ihre Kinder anmelden müssen. Es schließt sich dann der normale Betrieb von 10 bis 19 Uhr an. „Das ist unser Angebot an die Eltern. Bislang hatten wir in den Sommerferien drei Wochen geöffnet und drei Wochen geschlossen“, sagte Thomas Borowiec, zweiter Vorsitzender des Trägervereins.

Für die Frühbetreuung müssen Eltern pro Kind und Tag 20 Euro bezahlen, das restliche Angebot ist kostenfrei. „Wir haben mit einem Angebot für die Sommerferien so lange warten müssen, weil wir bislang nicht abschätzen konnten, ob wir dafür genug Personal haben werden. Das ist aber jetzt geklärt“, sagte Pohlscheid. Der Vereinsvorstand hofft, beim „Beueler Treff“ des General-Anzeigers am heutigen Dienstag, 15. März, ab 19 Uhr im Haus Michael, Bergheimer Straße 9, weitere Informationen zur Zukunft der Jugendeinrichtung zu erhalten.

Ausführliche Informationen zu den aktuellen Angeboten von Haus Michael stehen im Internet unter www.ot-haus-michael.de