Ehemaliges Brauhaus in Bonn-Beuel

Stadt nimmt Kontakt zum Eigentümer auf

Das ehemalige Bonner Brauhaus an der Oberen Wilhelmstraße in Beuel würde die LIZ-Kampagne gerne zu einem Zentrum für freie Kultur machen.

Das ehemalige Bonner Brauhaus an der Oberen Wilhelmstraße in Beuel würde die LIZ-Kampagne gerne zu einem Zentrum für freie Kultur machen.

Beuel. Die Stadt Bonn hat eigene Vorstellungen, was das leer stehende Brauhaus in der Beueler City angeht: Sie prüft Unterbringung von Flüchtlingen.

Am ehemaligen Beueler Brauhaus erinnert vier Tage danach nicht mehr viel an die kurzzeitige Besetzung. Wie berichtet, hatten sich zwei Aktivisten des Libertären Zentrums (LIZ) am Freitagabend kurzzeitig Zugang zu dem leer stehenden Gebäude an der Oberen-Wilhelm-Straße in Bahnhofsnähe verschafft. 25 Mitstreiter standen davor. Ihr Ziel: Auf die Notwendigkeit eines „libertären Zentrums“ aufmerksam machen und den Leerstand von Gebäuden anprangern.

Eine offene Seitentür ist geblieben von jenen nächtlichen Ereignissen, denen die Polizei Einhalt gebot. Ansonsten präsentiert sich das frühere Gasthaus verlassen und verkommen wie vorher auch. Die Stadt erklärte auf Anfrage, dass ihr der Eigentümer bekannt sei.

„Das Städtische Gebäudemanagement nimmt jetzt Kontakt auf, um zu klären, ob eine Unterbringung von Flüchtlingen infrage kommt“, sagte Stefanie Zießnitz vom Presseamt. Gegen den Leerstand als solchen und eine mögliche Zweckentfremdung könne man wahrscheinlich nicht vorgehen: Die Gaststätte mit einer Pächterwohnung unterliege eher nicht der Satzung, da das Objekt zu klein sei.