Beueler Gesamtschule

Sechs Sieger bei "Jugend debattiert" in Beuel

Die Sieger: Moritz Ludwig (v.l.), Lasse Kurz, Katja Borgardt, Sophia Linke, Lasse Bohmann und Stefan Klotz.

Die Sieger: Moritz Ludwig (v.l.), Lasse Kurz, Katja Borgardt, Sophia Linke, Lasse Bohmann und Stefan Klotz.

Beuel. Beim Finale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ in der Beueler Gesamtschule sind jeweils vier Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 11 gegeneinander angetreten. Sechs Sieger blieben am Ende übrig.

Soll eine Schulstunde zukünftig 60 statt wie bisher 45 Minuten dauern? Das war die Fragestellung, die Lasse, Katja, Moritz und Fabian beim diesjährigen Schulfinale der Neuntklässler im Wettbewerb „Jugend debattiert“ in der Aula der Beueler Gesamtschule diskutierten. „Besonders beim Sprachenlernen sind kürzere Stunden und häufigere Wiederholungen besser“, findet Katja, die mit ihrem Jahrgangskollegen Fabian die „Contra“-Gruppe bildete. Dauere eine Schulstunde 60 Minuten, gebe es aber dafür keine Doppelstunden mehr, erwiderte ihr Lasse, der mit seinem Mitschüler Moritz die „Pro“-Seite vertrat.

Am Mittwoch fand an der Beueler Gesamtschule das Schulfinale des von der Hertie-Stiftung ins Leben gerufenen Debattier-Wettbewerbs statt, und die Nachwuchsredner überzeugten allesamt mit ihrer durchaus beachtenswerten Argumentationsfähigkeit. Die Deutsch- und Sozialwissenschaftslehrerin Anja Bischoff betreut den bundesweiten Wettbewerb an der Gesamtschule bereits seit neun Jahren, und am Mittwoch wurden pro Jahrgangsstufe jeweils zwei Schüler ausgewählt, die dann in zwei Wochen am Regionalwettbewerb teilnehmen dürfen. „Wir vergeben Punkte für Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft“, erläutert Jurorin Sarah Heinz den Auswahlprozess.

Die 18-Jährige hatte früher bereits selber einmal an dem Wettbewerb teilgenommen, dann ein Seminar besucht und entscheidet nun gemeinsam mit Mitschülern über die Leistungen der Teilnehmer: Lasse und Katja setzten sich dann schließlich nicht nur in ihren Augen, sondern nach Meinung der gesamten Jury durch.

„Soll im Sportunterricht auf Noten verzichtet werden?“ und „Sollen sich die Schüler der Oberstufe selbst entschuldigen dürfen?“, lauteten die Fragen der Vorrunde, in der sich die Finalisten gegen ihre jeweils gleichaltrigen Mitstreiter durchgesetzt hatten.

„Sollen alle Kursarbeiten in der Oberstufe anonymisiert geschrieben werden?“, lautete die Fragestellung dann im Anschluss bei den Schülern der Stufe Q 1: Im Wettbewerb der 17-jährigen und 18-jährigen Schüler konnten sich schließlich Sophia und Stefan gegen Anton und einen weiteren Lasse durchsetzen.