Theater-AG in Beuel

Josefschüler spielen "Dschungelbuch" im Jungen Theater Bonn

Probier's mal mit Gemütlichkeit: Die Kinder der Theater-AG der Josefschule spielen den Klassiker „Das Dschungelbuch“nach monatelanger Vorbereitung auf der Bühne im Jungen Theater Bonn.

Probier's mal mit Gemütlichkeit: Die Kinder der Theater-AG der Josefschule spielen den Klassiker „Das Dschungelbuch“nach monatelanger Vorbereitung auf der Bühne im Jungen Theater Bonn.

Beuel. Die Theater-AG der Josefschule präsentierte das "Dschungelbuch" jetzt vor vollem Haus im Jungen Theater Bonn, dem bestbesuchten Kinder- und Jugendtheater im deutschsprachigen Raum.

Im Dschungel ist der Bär los. Der Panther auch. Und der Affe erst recht. Eine große, bunte Tierschar begegnet dem Menschenjungen Mogli im Urwald – ein aufregendes Abenteuer beginnt, einst niedergeschrieben vom britischen Schriftsteller Rudyard Kipling als „Das Dschungelbuch“. Seit vielen Jahrzehnten begeistert diese Geschichte Leser, Filmfans und Hörspielfreunde gleichermaßen. Auf der Bühne funktioniert der Klassiker natürlich ebenso gut: Die Theater-AG der Josefschule präsentierte das Stück vor vollem Haus im Jungen Theater Bonn(JTB), dem bestbesuchten Kinder- und Jugendtheater im deutschsprachigen Raum.

Zwölf Grundschüler aus den zweiten, dritten und vierten Klassen schlüpften in die Rollen des „Dschungelbuchs“ und erweckten die Geschichte zum Leben. Seit den Herbstferien 2016 hatten sich die Kinder mit der Leiterin der Theater-AG, Clownin und Schauspielerin Juliane Urmes, auf den großen Tag vorbereitet.

„Es ist eine Geschichte, die sich um Freundschaft dreht – und um die Frage, wo man hingehört und wo man zu Hause ist“, erklärte die Theaterpädagogin den zeitlosen Charakter des Stücks. „Und natürlich sind die Kinder sofort auf die lustigen Tierfiguren angesprungen.“

Jost Böhmann (8) spielte Balu, den Bären, eine der Hauptrollen. „Alles ist glatt gelaufen und alles sah gut aus“, sagte er nach der Vorstellung zufrieden. „Die Proben waren zwischendurch auch einmal anstrengend, aber es hat sich ja gelohnt.“ Seine trockenen Sprüche am Schluss des Stückes, als Balu vermeintlich tot auf dem Boden des Dschungels liegt und die feierlichen Abschiedsworte seines Freundes Baghira kommentiert, kamen im Publikum besonders gut an.

Monatelang hatte die Schülergruppe mit Juliane Urmes das Stück geprobt, Woche für Woche nachmittags in der Theater-AG. Seit zehn Jahren leitet Urmes die Gruppe, und die Kooperation mit dem Jungen Theater besteht seit Anfang an. Das JTB stellt der Josefschule einen Licht- und Tontechniker sowie die Bühne kostenlos zur Verfügung. „Eine großartige Zusammenarbeit“, lobte Urmes.

James Andermann (9) verkörperte Shir Khan, den Tiger, und damit den Schurken der Geschichte. „Es war sehr aufregend am Anfang, aber dann hat es mir sehr gut getan, dass die Zuschauer gelacht und geklatscht haben“, berichtete James. Ähnlich erging es seiner „Bühnenkollegin“ Anna Stübner (9), die gleich vier Rollen einstudiert hatte : einen Geier, einen Elefanten, einen Affen und einen Wolf. „Als das Stück anfing, war ich sehr aufgeregt, aber dann wurde es immer besser.“ Der Drittklässlerin gefielen die Reaktionen des Publikums: „Ich fand es schön, dass den Zuschauern das Stück gefallen hat.“

Friedrich Haas (9) spielte King Louis. „Er ist ein verrückter Affe, halb Bösewicht und halb Komiker“, beschrieb Friedrich seine schillernde Bühnenfigur. Und fasste für das ganze Ensemble zusammen: „Die Stimmung war sehr gut, Theater macht Spaß!“ Dieses Kompliment hörte Theaterpädagogin Juliane Urmes mit Freude. „Zwischendrin gibt's in den Proben natürlich auch einmal einen Durchhänger, aber dann bauen wir kleine Highlights ein und schon sind die Kinder wieder voll motiviert“, erzählte Urmes.

Nach den Sommerferien startet die Theater-AG in die nächste Saison. „Da wollen wir etwas Eigenes entwickeln“, kündigte Urmes an. Die genaue Geschichte mag zwar noch in den Sternen stehen – aber sie wird auf jeden Fall mit dem großen Jubiläum der Josefschule, ihrem 200-jährigen Bestehen, zu tun haben.